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Mann redete "wirres Zeug": Polizei erschießt Nackten vor Rotem Rathaus

Mitten in Berlin kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall. Ein junger Mann wird vor dem Roten Rathaus von Polizisten getötet. Er hatte sich zuvor ausgezogen und die Beamten mit einem Messer bedroht. Möglicherweise war er verwirrt.

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Vor dem Roten Rathaus in Berlin ist es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Ein junger Mann wurde kurz vor 10 Uhr von Polizisten erschossen. Der etwa 25-Jährige habe nackt im Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus gesessen und sich selbst mit einem Messer verletzt, sagte ein Sprecher der Polizei.

Nach Angaben von Zeugen habe der Mann "wirres Zeug" geredet, sagte der Polizeisprecher. Die von Passanten herbeigerufenen Beamten hätten ihn vergeblich angesprochen und aufgefordert, sein Messer wegzulegen. Stattdessen habe er sich weiter selbst damit verletzt.

Als sich ihm die Polizisten näherten, ging der bewaffnete Mann auf einen der Beamten zu. Als er auf "Stop"-Aufforderungen nicht reagierte, habe ein zweiter Polizist einen Schuss abgegeben. Der Mann wurde verletzt und starb trotz der Rettungsversuche eines Notarztes. Seine Identität stand zunächst nicht fest, auch die Hintergründe seines Verhaltens blieben unklar.

Einen Zusammenhang des Geschehens mit dem Berliner Rathaus, dem Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, schloss der Polizeisprecher aus. Der Mann habe auch keinerlei politische Forderungen geäußert.

Der Platz wurde abgesperrt, die Kripo ermittelt. Zurzeit gehen die Beamten von Notwehr aus. Gegen die Polizisten wird, wie es in solchen Fällen üblich, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Quelle: n-tv.de

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