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Atomkraftwerk Ohu bei Landshut bei Nacht.
Atomkraftwerk Ohu bei Landshut bei Nacht.(Foto: imago/blickwinkel)

"Ungewöhnlich helles Licht": Polizei kontaktiert Kernkraftwerk

Aufregung in Niederbayern: Mitten in der Nacht melden sich besorgte Anrufer bei der Polizei. Über einem Atommeiler an der Isar rund 70 Kilometer nordöstlich von München beobachtet ein Anwohner rätselhafte Himmelserscheinungen.

Am Himmel über Bayern haben Augenzeugen in der Nacht ein grelles Licht beobachtet. Wie die Polizei am frühen Morgen mitteilte, hatte sich zunächst ein besorgter Anrufer aus der Nähe des Kernkraftwerks Ohu bei Landshut gemeldet und von einer ungewöhnlichen Himmelserscheinung berichtet. Der Anruf erreichte die Einsatzzentrale gegen 22.37 Uhr.

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Sofort sei zum Leitstand des Kraftwerks Kontakt aufgenommen worden, heißt es im Polizeibericht. In der Umgebung des Kraftwerks mit seinen beiden Atommeilern befindet sich unter anderem auch ein großes Umspannwerk. Mehrere Streifen machten sich auf den Weg, konnten in der Umgebung des Kraftwerks allerdings nichts Verdächtiges feststellen. Auch das Kraftwerk selbst meldete keine besonderen Vorkommnisse.

Quer über Niederbayern

Wenige Minuten später meldeten sich zwei weitere Anrufer aus dem weiter nördlich gelegenen Bereich des Landkreises Straubing-Bogen. Sie versicherten "glaubhaft", wie es im Polizeibericht wörtlich heißt, einen "glühenden Flugkörper" gesehen zu haben. Das Objekt habe einen "Schweif" hinter sich hergezogen. Auch Polizisten hätten ähnliche Feststellungen gemacht, heißt es.

In einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" hieß es, der "Komet" sei offenbar auch im Landkreis Rottal-Inn zu sehen gewesen. Bei der Zeitung meldeten sich demnach "am späten Sonntagabend" mehrere Augenzeugen mit entsprechenden Beobachtungen. Die Rede war von einem "ungewöhnlich hellen Licht am Himmel". Wenige Sekunden nach dem Lichtschein habe es zudem einen lauten Knall gegeben.

"Schadensmeldungen wurden bislang nicht festgestellt", teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. "Derzeit wird davon ausgegangen, dass es sich unter Umständen um einen in die Erdatmosphäre eintretenden Himmelskörper handelte."

Quelle: n-tv.de

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