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Luisa Fernanda Urrea rette ein Neugeborenes vor dem Verhungern.
Luisa Fernanda Urrea rette ein Neugeborenes vor dem Verhungern.(Foto: twitter.com/@SantiagodeCali_)

Im Wald von der Mutter ausgesetzt: Polizistin stillt neugeborenes Findelkind

In einem abgelegenen Wald findet eine Spaziergängerin einen Säugling. Die frisch abgetrennte Nabelschnur ist noch zu sehen, Platzwunden sind auf dem kleinen Körper verteilt. Es droht zu verhungern - doch eine Polizistin kann das Schlimmste verhindern.

Luisa Fernanda Urrea ist vor kurzer Zeit gerade selbst erst Mutter geworden, da wird sie zu einem Einsatz gerufen. Der Notruf kam von einer Frau, die ein Neugeborenes entdeckt hatte, das kurz vor dem Verhungern war. Sie hatte das ausgesetzte Baby beim Orangensammeln in einem abgelegen Waldstück in Kolumbien entdeckt. "Ich hörte etwas schreien, dachte es wäre eine Katze. Doch dann sah ich das kleine Mädchen", zitiert die britische "Metro" die Frau. 

Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, gab die Polizistin dem Findelkind vor Ort die Brust. "Ich bin eine frischgebackene Mutter mit genug Milch und ich habe sofort die Notwendigkeit dieser armen kleinen Kreatur erkannt", sagt die bescheidene Urrera lokalen Medien. Sie ergänzt: "Ich denke jede Frau hätte in dieser Situation das gleiche getan."

Der Säugling könne nur wenige Stunden zuvor auf die Welt gekommen sein, da noch etwas seiner Nabelschnur zu sehen war, berichtete der ortsansässige Polizist Javier Martin. "Das Mädchen hatte einige Platzwunden und war unterkühlt. Sie wurde aber schnell behandelt und erfreut sich jetzt guter Gesundheit." Das "Colombian Institute of Family Welfare" kümmert sich jetzt um das Mädchen. Sie suchen nach einer Adoptivfamilie.

Die Polizei will derweil die leibliche Mutter ausfindig machen. Die Direktorin des Waisenhauses John Arley Murillo sagt der "Metro": "Es könnte sich um einen Fall versuchten Mordes handeln, auch wenn es die Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist, darüber zu entscheiden.

Quelle: n-tv.de

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