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Insgesamt fallen Auszubildende 11,5 Tage im Jahr krankheitsbedingt aus.
Insgesamt fallen Auszubildende 11,5 Tage im Jahr krankheitsbedingt aus.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 28. Juni 2017

"Always on" ohne Regeneration: Psychische Probleme machen Azubis krank

Deutschlandweit leiden Arbeitnehmer unter Stress und Depressionen, doch gerade bei Auszubildenden nehmen die Fehlzeiten deswegen zu. Junge Menschen müssten lernen abzuschalten, mahnen Experten.

Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Probleme sind bei Auszubildenden überdurchschnittlich stark gestiegen. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Fehlzeiten der 16- bis 25-jährigen Berufsanfänger wegen Depressionen oder Anpassungs- und Belastungsstörungen um 108 Prozent mehr als verdoppelt, wie aus dem neuen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht. Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen hinweg betrug der Anstieg psychisch bedingter Fehlzeiten bei Arbeitnehmern 88 Prozent.

Die Depression steht demnach auf Platz drei der Hauptursachen von Krankschreibungen bei Azubis, hinter Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten. Überdurchschnittlich betroffen sind sie auch von Verletzungen und Vergiftungen. Vor allem männliche Azubis fallen häufig wegen Unfällen aus.

Insgesamt sind Auszubildende mit 11,5 Fehltagen im Jahr allerdings 3,3 Tage weniger krankgeschrieben als der Durchschnitt der Beschäftigten in Deutschland - dafür deutlich häufiger. Das heißt, sie fallen öfter, aber im Krankheitsfall kürzer aus.

Eine Ursache für das hohe Stresslevel der Berufseinsteiger sehen die Experten im Medienkonsum. Die Generation "Always on" müsse lernen abzuschalten. Viele verbringen ihren Feierabend mit digitalen Medien. "Das allein muss nicht per se schädlich sein", erklärte der Neurologe Volker Busch. "Aber der Versuch, sie gleichzeitig oder wechselweise zu nutzen und so ständig abgelenkt und unterbrochen zu sein, kostet das Gehirn Kraft und geht auf Kosten der Regeneration."

Quelle: n-tv.de

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