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Illegales Straßenrennen in Berlin: Raser töten unbeteiligten Autofahrer

Furchtbarer Unfall im Zentrum der deutschen Hauptstadt: Ein junger Audi-Fahrer liefert sich ein höchst riskantes Wettrennen mit einem Mercedes. Die gemeingefährliche Fahrt geht über mehrere rote Ampeln - bis es plötzlich knallt.

Bei einem illegalen Autorennen mitten in der Berliner Innenstadt ist ein unbeteiligter Fahrer in der Nacht auf Montag ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Nach ersten Angaben der Polizei hatten sich zwei Fahrzeuge auf der Tauentzienstraße in der City West ein Rennen geliefert.

"Nach Zeugenaussagen und bisherigen Erkenntnissen waren ein Mercedes CLA und ein Audi A6 gegen 0.50 Uhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs", teilte die Polizei mit. Dabei hätten sie mehrere rote Ampeln überfahren, bis es in Sichtweite der Gedächtniskirche auf Höhe des KaDeWe zu der fatalen Kollision mit einem unbeteiligten Fahrzeug kam. Medienberichten zufolge rammte der Fahrer des A6 den Jeep in die Seite.

"An der Kreuzung kam es zum Zusammenstoß mit einem Jeep, der bei Grün die Kreuzung überfahren wollte", heißt es dazu im Polizeibericht. "Die Autos prallten so heftig gegeneinander, dass Trümmerteile quer über die Kreuzung verteilt wurden." Dem 69 Jahre alten Jeep-Fahrer blieb keine Chance: Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Der Audi A6 schleuderte den Jeep älteren Baujahrs vom Ort des Zusammenstoßes auf der Kreuzung mehr als 100 Meter weit in Richtung KaDeWe. Der Fahrer des Mercedes CLA hatte offenbar versucht, dem Zusammenstoß in letzter Sekunde auszuweichen. Dabei rammte er die betontierte und bepflanzte Fahrbahnbegrenzung am Mittelstreifen, wo das Fahrzeug total zerstört liegen blieb.

Die beiden Unfallverursacher - der 26 Jahre alte Audi-Fahrer sowie der 24-jährige Mercedes-Fahrer kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Zeugen sprachen davon, dass sie beide deutlich mehr als 100 Stundenkilometer schnell gewesen sein mussten. Ebenfalls schwer Verletzungen erlitt die 22-jährige Beifahrerin im Mercedes.

Straßenrennen in Berlin?

Die Tauentzienstraße musste bis in die frühen Morgenstunden gesperrt werden. Durch die Wucht des Aufpralls verteilte sich austretendes Benzin und Öl über mehrere Dutzend Meter. Abgerissene Trümmerteile zeugten noch am Morgen nach dem Crash von den hohen Geschwindigkeiten, mit denen die Unfallverursacher im Innenstadtbereich unterwegs gewesen sein mussten. Die Ermittlungen dauern an.

Bei einem weiteren Unfall im Berliner Ortsteil Baumschulenweg kamen nahezu zeitlich zwei weitere Menschen ums Leben. Ein Autofahrer hatte dort vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war gegen einen Baum geprallt. Ein Beifahrer starb noch am Unfallort, der Fahrer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Zwei weitere Mitfahrer wurden schwer verletzt. Ob es sich auch hier um ein illegales Straßenrennen handelte, blieb zunächst unklar.

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Quelle: n-tv.de

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