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Goldene Schmuckstücke eines zeremoniellen Gewandes aus der Spätantike, die Teil des illegal in der Pfalz ausgegrabenen "Barbarenschatzes" sind.
Goldene Schmuckstücke eines zeremoniellen Gewandes aus der Spätantike, die Teil des illegal in der Pfalz ausgegrabenen "Barbarenschatzes" sind.(Foto: picture alliance / dpa)

"Barbarenschatz" aus dem Wald: Raubgräber bekommt geringere Strafe

Im Wald bei Rülzheim stößt ein Hobby-Archäologe auf einen Schatz aus dem 5. Jahrhundert. Statt Ruhm und Reichtum erntet der Finder Ärger und eine Haftstrafe. Das Berufungsverfahren mündet nicht in einen Freispruch.

Der Finder des sogenannten "Barbarenschatzes" bekommt eine kürzere Bewährungsstrafe als zunächst gedacht. In einem Berufungsprozess verringerte das Landgericht Frankenthal eine frühere Strafe des Amtsgerichts Speyer von 15 auf 8 Monate, bestätigte ansonsten aber die Verurteilung des Mannes wegen Unterschlagung. Ausschlaggebend sei, dass er Mitte Dezember 2013 Archäologen zwar Funde übergeben, den weitaus bedeutenderen Schatzfund dabei aber trotz Nachfrage nicht erwähnt habe, sagte die Vorsitzende Richterin. Den hatte er erst Tage später gemeldet, als Fotos davon der Polizei in die Hände gefallen waren.

Mit dem Berufungsverfahren hatte sich der Mann gegen das Urteil des Amtsgerichts wehren wollen. Nach dessen Feststellung hatte er Gold- und Silberfunde aus dem fünften Jahrhundert nach Christus - die Experten als teils einmalig bezeichnen - zwar mehrere Monate nach der Entdeckung herausgerückt, aber nur aus Angst vor Ermittlungen.

In Rheinland-Pfalz gehören Funde, die kulturhistorisch wertvoll sein können, unter bestimmten Umständen automatisch dem Staat. Seine Anwälte hatten Freispruch gefordert. Die Vertreterin der Anklage hatte dagegen die 15 Monate Bewährungsstrafe, die das Amtsgericht verhängt hatte, als angemessen bezeichnet. Der Mann muss zudem 2000 Euro an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz überweisen.

Quelle: n-tv.de

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