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Freitag, 26. April 2013

Schütze tötet sich selbst: Rentner erschießt Hamelner Landrat

Rüdiger Butte war vor seinem Job als Landrat Chef des niedersächsischen LKA.
Rüdiger Butte war vor seinem Job als Landrat Chef des niedersächsischen LKA.(Foto: dpa)

Ein 74 Jahre alter Mann hat im Gebäude der Kreisverwaltung im niedersächsischen Hameln den Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont, Rüdiger Butte, erschossen. Nach der Bluttat nahm sich der Täter selbst das Leben, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Zu Spekulationen, wonach es sich bei dem Täter um einen Waffennarren gehandelt haben könnte, dem die Kreisverwaltung die Schusswaffen abgenommen habe, wollte sich ein Polizeisprecher nicht äußern. "Davon weiß ich überhaupt nichts", sagte Oberkommissar Dirk Barnert.

Nach Angaben der Polizei soll der Täter mehrmals auf Butte geschossen haben. Das Opfer sei sofort tot gewesen. Erst am Nachmittag will die Polizei weitere Einzelheiten bekannt geben. Der 63-jährige Butte hinterlässt neben seiner Ehefrau eine Tochter, einen Sohn und fünf Enkelkinder.

Die SPD-Fraktion im Landtag reagierte geschockt auf die Nachrichten aus Hameln. Ministerpräsident Stephan Weil kündigte eine Erklärung an.

Laut Polizei fielen die tödlichen Schüsse am Vormittag kurz nach 10 Uhr in dem Verwaltungsgebäude. Die Sekretärin des Landrats habe als Erste die Schüsse gehört, sei aus dem Zimmer gerannt zu anderen Mitarbeitern und haben diese geben, sofort die Polizei zu alarmieren. Anschließend hätten sich die Mitarbeiter in ihren Zimmern eingeschlossen und versteckt. Viele Mitarbeiter stünden unter Schock.

Butte war seit August 2005 Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont. Zuvor leitete der im niedersächsischen Lüthorst geborene SPD-Politiker von April 2001 bis Juli 2005 das niedersächsische LKA. Butte gehörte seit 1986 der SPD an und war in den 1990er Jahren in unterschiedlichen Positionen als Kommunalpolitiker in seinem Wohnort Negenborn tätig.

Quelle: n-tv.de

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