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Frazier Glenn Cross wurde zum Tode verurteilt. Bei der Urteilsverkündung schrie er den Richter an und versuchte, aus seinem Rollstuhl zu gelangen.
Frazier Glenn Cross wurde zum Tode verurteilt. Bei der Urteilsverkündung schrie er den Richter an und versuchte, aus seinem Rollstuhl zu gelangen.(Foto: AP)

Hitlergruß im Gericht: Richter verurteilen US-Nazi zum Tod

Aus Hass auf Juden ermordet Frazier Glenn Cross drei Menschen. Jetzt soll der 74-jährige Antisemit durch die Giftspritze sterben. Uneinsichtig bis zum Schluss, gerät auch sein letzter Auftritt im Gericht zur Farce.

In den USA ist ein 74-Jähriger zum Tode verurteilt worden, der im April vergangenen Jahres bei Angriffen auf jüdische Einrichtungen drei Menschen erschossen hatte. Der Richter am Gericht in Johnson im Staat Kansas verurteilte Frazier Glenn Cross Medienberichten zufolge wegen Mordes zum Tod durch die Giftspritze. Er hatte damals auf dem Gelände eines jüdischen Gemeindezentrums sowie vor einem jüdischen Altersheim drei Menschen erschossen.

"Ihr Versuch, diese Gemeinde zu terrorisieren, ist gescheitert", sagte Thomas Kelly Ryan bei der Urteilsverkündung. Anwesend waren auch Angehörige und Freunde der Opfer, von denen keines jüdisch war. Der Angeklagte schrie bei der Verlesung des Urteils den Richter an, dann versuchte er, aus seinem Rollstuhl zu gelangen. Er wurde schließlich aus dem Gerichtssaal gebracht, wie Medien berichteten. Dabei zeigte er den Hitlergruß.

"Ich bin ein glücklicher Mann"

Cross selbst hatte vor Gericht aus seinen antisemitischen Auffassungen kein Geheimnis gemacht. So erklärte er unter anderem, er habe das Recht, Juden zu töten. Er stehe mit dem Ku-Klux-Klan und anderen rechtsextremen Gruppen in Verbindung. "Ich wollte Juden töten, keine Christen", sagte er mit Bezug auf die Identität der Opfer. "Eines Tages wird mein Geist aus dem Grab steigen und ihr werdet wissen, dass ich recht hatte. Ich bin ein glücklicher Mann."

Während der Verhandlung waren auch Angehörige und Freunde der Opfer anwesend. Einer von ihnen sagte an Cross gewandt: "Sie sind ein Feigling. Sie sind kein Patriot. Sie schänden die Uniform, die Sie einst trugen." Eine andere Hinterbliebene sagte: "Wir sind hier, um sicherzugehen, dass diese Stimme des Bösen für immer schweigt."

Quelle: n-tv.de

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