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Mittwoch, 19. August 2009

Millionen-Schäden durch Stornierungen: Rucola-Bauern vor dem Aus

Viele Lebensmittelhändler haben Rucola aus dem Sortiment gestrichen.

Viele Lebensmittelhändler haben Rucola aus dem Sortiment gestrichen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine Woche nach dem Fund einer Giftpflanze in Rucolasalat-Packungen stehen viele betroffene Landwirte vor dem finanziellen Aus. "Die Bauern sind am Ende", sagte Josef Schlaghecken vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR). Die Betriebe hätten sich in den vergangenen Jahren wegen der massiv gestiegenen Nachfrage der Verbraucher auf Rucola spezialisiert und dafür erheblich in Erntemaschinen und Packstraßen investiert.

Nach dem Fund von Kreuzkraut in einer Rucola-Packung habe der Handel jedoch seine Bestellungen bei den Landwirten zum Großteil storniert. "Der Markt ist vollkommen zusammengebrochen, seit acht Tagen können wir nicht mehr liefern", sagte Schlaghecken. In Rheinland-Pfalz befindet sich die nach eigenen Angaben wichtigste Region für den Anbau von Rucolasalat in Deutschland.

Original Rucola-Salatblatt (links) und das giftige Ebenbild.

Original Rucola-Salatblatt (links) und das giftige Ebenbild.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

In Rheinland-Pfalz sei durch den Verzicht der Supermarktketten auf den Salat nach der ersten Woche bereits ein Schaden von schätzungsweise einer halben Million Euro entstanden, sagte Schlaghecken. Insgesamt erwirtschafteten die neun spezialisierten Großbetriebe und mehrere Kleinbetriebe in dem Bundesland pro Jahr einen Umsatz von zehn Millionen Euro. Mittlerweile ließen die Höfe den Salat jedoch auf den Feldern stehen und schickten ihre Erntehelfer nach Hause.

AFP

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