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1763 wurde die "Lord Clive" bei einer Schlacht vor Colonia del Sacramento von der spanischen Festungsstadt versenkt.
1763 wurde die "Lord Clive" bei einer Schlacht vor Colonia del Sacramento von der spanischen Festungsstadt versenkt.(Foto: twitter.com/deperucom)

Britisches Schiff sank 1763: Schatzsucher will 100.000 Goldmünzen bergen

In sechs Metern Tiefe vermutet der Schatzsucher Ruben Collado in dem Wrack des Schlachtschiffs "Lord Clive" 100.000 Goldmünzen. Eine Genehmigung der Behörden für eine Hebung des Schiffes hat er bereits. Nur die Strömung kann seine Pläne noch durchkreuzen.

Vor der Küste Uruguays will der argentinische Schatzsucher Ruben Collado demnächst das vor mehr als 250 Jahren gesunkene britische Schlachtschiff "Lord Clive" samt Goldschatz heben. Wie Collado mitteilte, sollen die Arbeiten zur Bergung des 350 Meter vor der Küste der Stadt Colonia del Sacramento im Río de la Plata liegenden Wracks im August beginnen. An Bord befänden sich an die 100.000 Goldmünzen, vermutet Collado, der das Wrack bereits 2004 ortete und im Februar von den uruguayischen Behörden die Genehmigung erhielt.

Die "Lord Clive" gehörte der Britischen Ostindien-Kompanie, die damals Spanien Gebiete in Südamerika streitig machte. Bei einer Schlacht im Jahr 1763 konnten die Bewohner von Colonia del Sacramento den Angriff des mit 64 Kanonen ausgerüsteten Schlachtschiffes abwehren. Die spanische Festungsstadt feuerte Brandbomben ab und versenkte schließlich die "Lord Clive".

Größte Probleme bei der Bergung des in sechs Metern Tiefe liegenden Wracks dürften die unberechenbaren Strömungen des Río de la Plata bereiten, sagte Collado. Außerdem hatten die siegreichen Einwohner der Stadt damals zahlreiche Steinbrocken an der Stelle ins Wasser geworfen, an dem sie das Schiff versenkt hatten, so dass das Wrack davon bedeckt sein dürfte.

Der Río de la Plata gilt als wahrer Schiffsfriedhof, an dessen Grund sich über die Jahrhunderte zahllose Schiffswracks ansammelten. Colonia del Sacramento, eine Gründung der Portugiesen aus dem 17. Jahrhundert, ist heute ein beliebter Touristenort.

Quelle: n-tv.de

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