Panorama

Aus osteuropäischer QuelleSchlag gegen Kinderporno-Szene

07.02.2007, 12:22 Uhr

Im Zusammenhang mit der Weitergabe entsprechender Bilder wird gegen 2361 Personen in 77 Ländern ermittelt, darunter auch zahlreiche aus Deutschland.

Den Behörden in Österreich ist ein Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornographie gelungen. Im Zusammenhang mit der Weitergabe entsprechender Bilder werde gegen 2361 Personen in 77 Ländern ermittelt, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit.

In Österreich seien 23 Personen überprüft worden, 14 hätten bereits Geständnisse abgelegt. In Deutschland gebe es 406 Verdächtige. Erste Hinweise habe man im Juli 2006 von einem Internet-Betreiber erhalten. Auf dessen Server hatten Hacker von Großbritannien aus acht Videos hochgeladen, die auf eine russische Internet-Seite verwiesen. Innerhalb von 24 Stunden hätten darauf mehr als 8000 Personen zugegriffen.

Die Videos sind nach Angaben der Ermittler vermutlich in Osteuropa hergestellt worden. Das jüngste missbrauchte Mädchen sei fünf Jahre alt. Die Seite sei sofort gesperrt und die Liste der Zugriffe der Polizei übermittelt worden. Computer, Festplatten und andere Speichermedien wie DVDs und CDs seien ebenfalls sichergestellt worden. Bei den Verdächtigen in Österreich handelt es sich laut Polizei um Studenten, Schüler, Handwerker, Beamte und Pensionisten.

Die Ermittler stießen bei ihren Nachforschungen auf Zugriffe aus vielen Ländern. Die meisten Zugriffe kamen aus den USA und Deutschland. So werde gegen 114 Personen in Frankreich und 607 in den USA ermittelt.