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Stau auf 50 Kilometer Länge: Der Winter hat noch nicht einmal richtig begonnen (Archivbild).
Stau auf 50 Kilometer Länge: Der Winter hat noch nicht einmal richtig begonnen (Archivbild).(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschland erwartet den Sturm: Schneeschauer legt Autobahn A5 lahm

Die A5 zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands in westöstlicher Richtung: Ein kurzer Vorbote des Winters löst dort einen beidseitigen Verkehrsinfarkt auf rund 50 Kilometern Länge aus. Der Polizei zufolge bleiben vor allem Lkw liegen.

Ein kurzer Schneeschauer hat auf Autobahnen im Osten Hessens starke Verkehrsbehinderungen nach sich gezogen. Zeitweise standen die Autos am Donnerstagabend auf einer Länge von insgesamt 50 Kilometern, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Auf der Autobahn 5 kam der Verkehr zwischen dem Hattenbacher Dreieck und der Anschlussstelle Alsfeld in beiden Richtungen zum Erliegen, weil vor allem Lastwagen in steilen Abschnitten nicht mehr fahren konnten. Da sich Autos auch an den Anschlussstellen stauten, waren auch die A4 und die A7 betroffen. Nach drei Stunden rollte der Verkehr wieder "normal", hieß es.

"Klein, aber wirkungsvoll"

In den kommenden Tagen müssen sich Autofahrer auf starke Windböen und teils ergiebige Niederschläge einstellen. "Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet westlich von Norwegen lenkt relativ milde Luftmassen nach Deutschland", teilte der Deutsche Wetterdienst mit. "Dabei gestaltet sich der Wetterablauf wechselhaft und windig."

Am Freitag wird der Durchzug eines "kleinen, aber wirkungsvollen Sturmtiefs" von Südengland erwartet. "Dabei kommt es in weiten Teilen des Landes zu einer erneuten Starkwind- bzw. Sturmlage", warnen die Meteorologen. Im Verlauf der Nacht kommt es demnach zu weiteren Niederschlägen, die oberhalb von 400 bis 600 Meter als Schnee fallen. Dabei gibt es Glätte durch Schnee oder Schneematsch. Der Wetterdienst rechnet in den Höhenlagen dabei gebietsweise mit etwa fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee.

Glatteisgefahr auf den Straßen

"In kräftigeren Schauern ist auch in den Niederungen vorübergehend Glätte durch Graupel oder Schnee möglich", heißt es weiter. In der Nacht bleibe Glätte vor allem im Bergland ein Thema, wobei es dort auch noch etwas Neuschnee geben könne. Von Westen her steige die Schneefallgrenze aber später an. Im Südosten, aber auch in den übrigen Regionen kann es bei vorübergehendem Aufklaren Glätte durch gefrierende Nässe geben.

"Deutschland liegt momentan in einer westlichen Strömung, die uns ein Tief nach dem nächsten bringt", erklärte n-tv Meteorologe Björn Alexander im Interview bei n-tv.de. "Dabei wird es zeitweise stürmisch und mal kommt etwas mildere Luft rein, die die Schneefallgrenze vorübergehend ansteigen lässt. Mal mischt sich aber auch kalte Luft unter."

Quelle: n-tv.de

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