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Betäubt, entführt, vergewaltigt : Schwede verschleppt Frau in Bunker

Der Arzt aus Stockholm plant seine Tat über Jahre: Er baut sogar einen unterirdischen Bunker, um sein späteres Opfer dort so lange wie möglich festzuhalten. Und was er der Frau antut, erinnert auf schockierende Weise an den Fall "Fritzl".

Der Fall eines schwedischen Arztes, der eine Frau entführt hat, um sie über Jahre als Sex-Sklavin zu halten, ruft derzeit Erinnerungen an den österreichischen Entführer Josef Fritzl wach. Wie die schwedische Zeitung "Aftonbladet" berichtet, konnte die Stockholmer Polizei den 38-Jährigen nur durch den Mut seines Opfers überführen. Der Mann war gemeinsam mit der entführten 30-Jährigen auf einer Polizeiwache erschienen – wohlgemerkt, nachdem er sie bereits tagelang in einem selbstgebauten Bunker eingesperrt und mehrfach vergewaltigt hatte.

Aus Angst, gefasst zu werden, hatte der Arzt sein Opfer nach sechs Tagen in seiner Gewalt dazu zwingen wollen, bei der Polizei auszusagen, dass alles in Ordnung sei und kein Verbrechen vorliege. Doch die Frau machte ihrem Peiniger einen Strich durch die Rechnung - und erzählte den Beamten die ganze Geschichte ihres Horrortrips.

Täter machte Vaginalabstriche

Bei einem Date in ihrem Appartement in Stockholm hatte der 38-Jährige Champagner und Erdbeeren mitgebracht. Letztere hatte er allerdings zuvor mit Rohypnol, einem starken Schlafmittel, präpariert. Als die Frau ihr Bewusstsein verloren hatte, vergewaltigte er sie zum ersten Mal. Dann setzte er sie nach Polizeiangaben in sein Auto und fuhr mit ihr auf seine Farm, die gut 500 Kilometer entfernt in südschwedischen Kristianstad liegt.

Um auf der Fahrt keinen Verdacht zu erregen, setzte er seinem Opfer verschiedene Gummi-Masken auf – die Polizei stellte später zwei davon im Schlafzimmer des Mannes sicher. Ohnehin hatte er die Tat bis ins Details geplant. Auf dem Grundstück seiner Farm entdeckten Ermittler einen selbstgebauten Bunker, inklusive Bett, Toilette und Küchenzeile. Dort wollte er die Frau offenbar über Jahre festhalten.

Um sicher zu gehen, dass sein Opfer keine ansteckende Geschlechtskrankheit hat, machte er sogar Vaginalabstriche und zwang die Frau, die Anti-Baby-Pille zu nehmen, damit er sie auch ohne Kondom vergewaltigen kann. Nervös wurde er offenbar erst, nachdem er versucht hatte, in die Stockholmer Wohnung der Frau zu gelangen, um ein paar persönliche Dinge mitzunehmen. Der Grund: Weil die Polizei die Schlösser ausgetauscht hatte, kam er nicht hinein.

Quelle: n-tv.de

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