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Eigentlich lebt dieser Schlangenaal in 90 Metern Tiefe.
Eigentlich lebt dieser Schlangenaal in 90 Metern Tiefe.(Foto: Twitter/@preetalina)
Donnerstag, 14. September 2017

Das Ding aus einer anderen Welt: "Seemonster" strandet nach "Harvey"

An einem Strand von Texas spült Hurrikan "Harvey" eine seltsame Meereskreatur an Land. Per Twitter verbreitet sich die Kunde und sorgt für Spekulationen. Ein Meeresbiologe glaubt, das Wesen zu erkennen.

Eigentlich wollte Preeti Desai nur die Auswirkungen von Hurrikan "Harvey" auf die Nistplätze verschiedener Vögel am Strand von Texas City in Texas erforschen. Dabei stieß sie aber auf eine unheimliche schlangenartige Kreatur mit großen Reißzähnen. Noch dazu schien das Wesen keine Augen zu haben.

Desai, die für die Vogelschutz-Organisation "National Audubon Society" arbeitet, konnte nicht herausfinden, was da vor ihr liegt. "Ich dachte erst, es sei ein Meeresneunauge, aber dann habe ich das Maul gesehen", sagte sie. Mit einem Tweet bat Desai das Internet um Hilfe. Daraufhin schalteten sich Meeresbiologen und Twitter-Nutzer ein, die das "Monster" zu erkennen glaubten. Einige der Nutzer, darunter Tiefsee-Ökologe Andrew Thaler, sahen in der Kreatur einen Aal.

Und tatsächlich: Dem Aal-Experten Keeneth Tighe vom Smithsonian Museum of Natural History zufolge handelt es sich bei dem gestrandeten Wesen um einen Vertreter der Schlangenaale. Genauer gesagt soll es ein Schlangenaal sein, der im englischsprachigen Raum auch "tusky eel" genannt wird - "Fangzahn-Aal".

Es lebte in 90 Metern Tiefe

Möglich sei aber auch, dass es ein Conger-Aal oder auch ein Röhren-Aal ist. "Alle drei Spezies leben vor der Küste von Texas und haben große Zähne", sagte Tighe dem Earth Touch News Network. Er bedauere, dass die Bilder die Schwanzspitze des gestrandeten Schlangenaals nicht zeigen, denn "daran könnte man die Arten unterscheiden".

Der Fangzahn-Schlangenaal lebt im westlichen Atlantik, wozu auch der Golf von Mexiko zählt. Für gewöhnlich hält er sich in Meerestiefen zwischen 30 und 90 Metern auf und versteckt sich in Erdlöchern, aus denen nur Augen und Schnauze schauen. Zu seinen bevorzugten Beutetieren zählen Knochenfische und Krustentiere.

Forscher vermuten, dass die heftigen Regenfälle und starken Strömungen von "Harvey" den Schlangenaal an Land gespült haben. Außer dem Schlangenaal strandeten vor Florida zwei Manati-Seekühe, denen Hurrikan "Irma" das Wasser unter den Flossen weggesaugt hatte. Im Gegensatz zum Aal konnten die Säuger aber gerettet werden.

Quelle: n-tv.de

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