Panorama

Majestätsbeleidigung in ThailandStudenten nach Theaterstück verurteilt

23.02.2015, 08:30 Uhr
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Diese junge Frau gehört zu den Verurteilten. (Foto: AP)

In Thailand wird Majestätsbeleidigung schwer bestraft. Es drohen bis zu 15 Jahre Haft. Jetzt trifft eine Gruppe von Studenten, die in einem Theaterstück einen fiktiven Präsidenten beleidigen. Die thailändische Justiz kennt kein Erbarmen mit ihnen.

Zwei Studenten sind in Thailand nach der Aufführung eines eigenen Theaterstücks über einen fiktiven König wegen Majestätsbeleidigung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Angehörige brachen bei der Urteilsverkündigung in Bangkok in Tränen aus. Was genau die Behörden erzürnte, blieb unklar. Berichterstatter machen sich selbst strafbar, wenn sie Einzelheiten nennen.

Thailand hat strikte Gesetze gegen Majestätsbeleidigung. Es drohen bis zu 15 Jahre Haft. Die Gesetze unterbinden jede Kritik an dem schwer kranken Monarchen Bhumibol, seiner Frau Sirikit und dem Thronfolger.

Im Mai 2014 putschte das Militär. Der seitdem als Regierungschef fungierende Putschführer Prayuth Chan-ocha lässt jede Anschwärzung wegen Majestätsbeleidigung rigoros verfolgen. Das Gesetz sei wichtig für die nationale Sicherheit, heißt es. "Die vagen Formulierungen kriminalisieren friedliche Meinungsäußerungen", meint dagegen der Asien-Pazifik-Direktor von Amnesty International, Richard Bennett.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa