Panorama
Video

Verunglücktes Air-Asia-Flugzeug: Suchtrupps bergen 40 Leichen

Es gibt Gewissheit: Der verschollene Air-Asia-Airbus ist ins Meer gestürzt. Suchtrupps finden nicht nur Wrackteile des Flugzeuges im Meer, sie bergen auch Dutzende Leichen. Es soll auch bereits Hinweise auf die Lage des Flugzeugrumpfs geben.

Suchmannschaften haben im Absturzgebiet der Air-Asia-Maschine in Indonesien Dutzende Leichen geborgen. Bislang wurden nach Angaben der Marine 40 Leichen an Bord von Rettungsschiffen und Helikoptern gebracht. Zudem berichten die Suchtrupps vom Umriss eines Flugzeuges am Meeresboden. In Surabaya brachen Angehörige der 162 Insassen der Maschine in Tränen aus, als in einer Liveübertragung Videoaufnahmen gezeigt wurden, die einen leblosen Körper im Meer zeigten.

Trümmer bringen traurige Gewissheit: Das vermisste Air-Asia-Flugzeug stürzte ins Meer.
Trümmer bringen traurige Gewissheit: Das vermisste Air-Asia-Flugzeug stürzte ins Meer.(Foto: dpa)

Air Asia bestätigte, dass die Trümmer von dem vermissten Flugzeug stammen. Die Suchmannschaften fanden die Absturzstelle in den relativ flachen Gewässern südlich von Borneo. Die Fundstelle liegt etwa zehn Kilometer von der Position entfernt, wo das vermisste Flugzeug zuletzt vom Radar geortet worden war. Mehrere meterlange Wrackteile wurden geborgen. Rettungswesten, mehrere Sauerstofftanks und eine Flugzeugtür wurden entdeckt.

Das Flugzeug mit 162 Menschen an Bord war am Sonntagmorgen auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur vom Radar verschwunden. Air-Asia-Chef Tony Fernandes sprach den Familien sein Beileid aus. "Mein Herz ist voller Trauer für alle vom QZ8501-Unglück betroffenen Familien", schrieb er auf Twitter. "Worte können nicht ausdrücken, wie sehr es mir leidtut."

Die letzten Worte des Piloten: "38.000 Fuß"

Ermittler legten inzwischen Details der letzten Kommunikation mit dem Piloten vor. Danach bat der Kapitän um 6.12 Uhr um eine Kursänderung nach links, um einen Sturm zu umfliegen. Dies sei genehmigt worden, und die Maschine sei sieben Meilen nach links geflogen, berichtete die "Jakarta Post" unter Berufung auf den Sicherheitsdirektor der Flugsicherung AirNav Indonesia, Wisnu Darjono.

Kurz darauf habe der Pilot um Genehmigung gebeten, höher zu fliegen. "Wie hoch?", fragten die Fluglotsen nach diesen Angaben. "38.000 Fuß", seien die letzten Worte des Piloten gewesen. Dies wurde wegen hohen Verkehrsaufkommens nicht sofort genehmigt. Als die Genehmigung zu einer Steigung auf zunächst 34.000 Fuß um 6.14 Uhr übermittelt wurde, gab es keine Antwort mehr.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen