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Kollidiertes Kriegsschiff: Taucher bergen tote Seeleute

Die nach einem schweren Unfall vermissten amerikanischen Seeleute sind tot. Die Marine entdeckte ihre Leichen in den überfluteten Schlafräumen. Die Ursache für die Kollision der wendigen "USS Fitzgerald" ist weiter unklar.

Hier sieht man einen Teil des Schadens, den der Zerstörer "USS Fitzgerald" erlitt.
Hier sieht man einen Teil des Schadens, den der Zerstörer "USS Fitzgerald" erlitt.(Foto: AP)

Nach der Kollision eines US-Zerstörers mit einem Containerschiff vor der japanischen Küste sind die Leichen vermisster Seeleute geborgen worden. Sie seien von Tauchern in den überfluteten Schlafräumen des Kriegsschiffes entdeckt worden, teilte die US-Marine. Ein Sprecher bezifferte die Zahl der Vermissten auf insgesamt sieben. Sie werden in das Marine-Krankenhaus Yokosuka transferiert. Dort sollen die Leichnamen identifiziert werden, hieß es weiter.

Ihre Familien wurden benachrichtigt und bekämen jede Unterstützung, die sie "in dieser schwierigen Zeit" brauchen, hieß es weiter. Die Namen der sieben Marine-Seemänner würden veröffentlicht, sobald alle Familien benachrichtigt sind.

Die "USS Fitzgerald" war in der Nacht zum Samstag mit dem unter philippinischer Flagge fahrenden Frachter "ACX Crystal" zusammengestoßen. Der 154 Meter lange US-Zerstörer wurde bei dem Unfall schwer beschädigt. "Der Schaden ist erheblich. Da ist ein klaffender Spalt unter Wasser", so Vizeadmiral Joseph Aucoin. Die Gefahr, dass der Zerstörer sinken könnte, bestand laut Japans Küstenwache allerdings nicht.

Der Frachter war nach der Kollision ebenfalls manövrierunfähig, trug aber keine schweren Schäden davon. Die zwanzigköpfige Besatzung des Containerschiffs blieb unverletzt. Über die Ursache des Zusammenstoßes gibt es bislang keine Angaben. Zerstörer gelten als verhältnismäßig wendige Schiffe.

Der Zusammenstoß ereignete sich auf hoher See rund 100 Kilometer südwestlich des japanischen Militärstützpunktes Yokosuka. Inzwischen befindet sich die "USS Fitzgerald" im Hafen der Marinebasis.

Quelle: n-tv.de

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