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Der Amnesty-International-Film "Stuff of Life" zeigt einen "Gefangenen", bei dem simuliertes Ertränken angewendet wird.
Der Amnesty-International-Film "Stuff of Life" zeigt einen "Gefangenen", bei dem simuliertes Ertränken angewendet wird.(Foto: dpa)

Waterboarding als Erziehungsmethode: Texanerin foltert 13-jährigen Sohn

Weil er sich daneben benommen hat, quälen und erniedrigen die Mutter und ihr Lebensgefährte den Jungen nach dem Vorbild von einstigen CIA-Foltermethoden - sie simulieren sogar das Ertränken des Kindes. Nun drohen dem Paar 20 Jahre Gefängnis.

Weil sie ihren 13-jährigen Sohn gefoltert und gequält haben sollen, hat die Polizei in Texas dessen 40-jährige Mutter und ihren 45 Jahre alten Lebensgefährten verhaftet. Dem Paar wird vorgeworfen, den Jungen mithilfe des sogenannten Waterboardings bestraft zu haben. Nach Angaben der Ermittler berichtete der geistig behinderte Teenager, sein Stiefvater habe ihn zunächst an den Haaren auf den Boden gezerrt und ihm ein Handtuch über Mund und Nase gedrückt. Dann habe seine Mutter Wasser über sein Gesicht gegossen.

Die Foltermethode, bei der das Ertränken des Opfers simuliert wird, galt in den USA - und speziell im berüchtigten Guantánamo-Gefängnis - lange Zeit als probate Verhörtechnik von mutmaßlichen Terroristen. Erst 2009 war das Waterboarding von der Regierung unter US-Präsident Barack Obama verboten worden, weil es bei den Gefolterten starke psychische Traumata hervorrufen kann und als besonders inhuman gilt.

Seil um Genitalien gewickelt

Der Junge sagte laut Polizei, er habe immer dann noch leicht atmen können, wenn er den Kopf zur Seite gedreht habe. Das habe ihm gegen das Gefühl geholfen, ertrinken zu müssen. Doch seine Qualen waren damit nicht vorbei, wie es im Polizeibericht heißt. Nach dem Waterboarding habe die Mutter ein Seil genommen und es an dem einen Ende um die Genitalien ihres Sohnes und am anderen hinter seinem Genick festgebunden, sodass der 13-Jährige nur gekrümmt auf dem Boden liegen konnte. Zehn Minuten habe er so dagelegen.

Der Polizei sagte der Junge, er sei auf diese Weise dafür bestraft worden, dass er den Familienhund "unsittlich berührt" habe. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte müssen nun mit einer Anklage wegen Kindesmisshandlung und einer möglichen Haftstrafe von bis zu 20 Jahren rechnen. Der Junge lebt nach Angaben der Behörden mittlerweile bei einer Pflegefamilie.

Quelle: n-tv.de

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