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Großwildjagd in Botswana: Thüringer Umweltbeamter schießt Elefanten

Er ist leitender Beamter im Thüringer Umweltministerium. In seiner Freizeit mag er offenbar besonders große Tiere - am liebsten selbst gejagt. Bilder aus Afrika sorgen nun für Entsetzen bei der Opposition.

Ein leitender Beamter des Thüringer Umweltministeriums ist Ende vergangenen Jahres zur Elefantenjagd in Botswana gewesen. Im Ministerium hat er im Anschluss eine Mail mit entsprechenden Fotos versandt, die auch Landtagsabgeordnete von Grünen und Linke erreichte, wie unter anderem Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow berichtet.

Der CDU-Politiker sei im Ministerium als Abteilungsleiter unter anderem für den Artenschutz verantwortlich. Ramelow sprach von einer moralischen "Verfehlung sondergleichen". Grünen-Fraktionschefin Anja Siegesmund sagte auf Twitter, sie sei entsetzt. Auf den Bildern posiere der Mann neben dem toten Dickhäuter.

Laut der "Thüringischen Allgemeinen" ist der Mann seit 2010 im Ministerium. Er sei dort unter anderem für die Verwaltung des Hauses sowie strategische Fragen zuständig. Ein Ministeriumssprecher sagte der Zeitung, dass es nicht von Interesse sei, was Beamte in ihrer Freizeit täten - so lange sie sich an Recht und Gesetz hielten.

Auf Anfrage der Zeitung habe der Beamte die Jagd nicht bestritten, habe aber keine weiteren Angaben machen wollen.

Botswana hat mit Beginn des laufenden Jahres die Elefantenjagd als touristische Attraktion verboten. Erst 2012 hatte der spanische König Juan Carlos für heftige Proteste gesorgt: Auch er war zur Elefantenjagd in dem afrikanischen Land.

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Quelle: n-tv.de

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