Brutale Schießerei im MangrovenwaldTiger-Wilderer sterben im Kugelhagel

Im größten Mangrovenwald der Erde treffen illegale Jäger auf Gesetzeshüter - kurz darauf sind sechs Menschen tot. Die Männer hatten es auf den extrem bedrohten Bengalischen Tiger abgesehen.
In Bangladesch sind mindestens sechs Wilderer bei einem Schusswechsel mit Polizisten ums Leben gekommen. Im größten Mangrovenwald der Welt - den sogenannten Sundarbans - sei es zu einem schweren Feuergefecht gekommen, berichtet die "Hindu Times". Das schwer zugängliche Waldgebiet erstreckt sich an der Küste Bangladeschs und Indiens. Die Sundarbans gelten als eine der letzten Rückzugsgebiete des Bengalischen Tigers.
"Die Polizei hat zunächst sechs Wilderer festgenommen und sie aufgefordert, die Beamten zu ihren Komplizen zu führen", berichtete ein Polizeisprecher der "Hindu Times". Als die Gruppe im Lager der übrigen Wilderer eintraf, sei es zu der Schießerei gekommen. Die Wilderer seien im Kreuzfeuer ums Leben gekommen. Außerdem seien fünf Polizisten verletzt worden, hieß es.
Die Aussichten für die letzten Bengalischen Tiger stehen schlecht: Vor zwei Wochen veröffentlichten Wissenschaftler neue Zahlen zur Populationsgröße der Großkatzen in Indien und Bangladesch. Demnach ist die Zahl der Tiger geringer als bislang angenommen. In den Mangrovenwäldern an der Küste leben demnach nur noch etwa 440 der vom Aussterben bedrohten Raubtiere.