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Freitag, 10. März 2017

Erste Aussagen in der Nacht: Tötete Marcel H. seinen Kumpel?

Drei Tage ist Marcel H. auf der Flucht, nachdem er den neunjährigen Jaden getötet hat. Doch der Nachbarsjunge ist wohl nicht H.s einziges Opfer.

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Kindermörders Marcel H. ist die Identität einer weiteren gefundenen Leiche noch nicht geklärt. Laut Informationen der n-tv Reporterin vor Ort in Herne könnte es sich um den 20-jährigen Christopher W. handeln. Das Opfer war demnach ein Kumpel von Marcel H., bei dem sich der 19-jährige nach der Bluttat vom Montag auch versteckt gehalten haben könnte. Nachbarn zufolge war der junge Mann erst kürzlich in die Wohnung eingezogen.

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Die Leiche des Mannes war in den Ruinen einer brennenden Wohnung entdeckt worden. Das Feuer war am Donnerstagabend in der Nähe des Imbisses ausgebrochen, in dem sich der gesuchte Marcel H. der Polizei gestellt hatte. H. hatte demnach zu einem Angestellten gesagt: "Bitte rufen Sie die Polizei, die suchen mich." Später verwies er die Beamten bei seiner Festnahme auf die brennende Wohnung, in der die Polizei dann die Leichen entdeckte.

H. ist inzwischen vernommen worden. Die Polizei machte jedoch keine Angaben zu seinen Aussagen oder einem möglichen Motiv. Im Laufe des Tages soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Verdacht, es könnte noch ein weiteres Opfer geben, bestätigte sich zunächst nicht. Ein User hatte sich der Polizei zufolge in einem Internet-Chat als der Kindermörder ausgegeben und dort beschrieben, wie er eine Frau überwältigt habe, um an Daten für einen Bankzugang sowie Computer und Telefon zu kommen. In dem von der Polizei veröffentlichen Chat-Text beschreibt der User, wie er ein "120 kg Biest bekämpft" habe. Die Polizei in Herne will am Nachmittag weitere Einzelheiten in einer Pressekonferenz mitteilen.

Die Suche nach H. hielt Polizei und Öffentlichkeit seit Tagen in Atem. Er steht im dringenden Verdacht, am Montagabend den neunjährigen Jaden aus seiner Nachbarschaft im Keller eines Reihenhauses in der Ruhrgebietsstadt erstochen zu haben. Nach der Tat soll sich H. darüber hinaus mit seiner Tat im sogenannten Darknet gebrüstet und zugleich Suizidabsichten geäußert haben. Dabei veröffentlichte er auch Bilder des getöteten Kindes. Die Ermittler werteten zudem eine digitale Audiobotschaft mit Schilderungen zu der Tat aus. "Wir nehmen an, dass sie vom Täter stammt", so die Polizei.

Quelle: n-tv.de

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