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Bild aus Tuscaloosa. Die Stadt in Alabama wurde am schlimmsten getroffen.
Bild aus Tuscaloosa. Die Stadt in Alabama wurde am schlimmsten getroffen.(Foto: Reuters)

Nun droht Hochwasser: Tornados töten 350 Menschen

Mehr als 350 Menschen sterben durch die Tornadoserie in den USA. Versicherer schätzen die Schäden auf zwei bis fünf Milliarden Dollar. Präsident Obama nennt die Zerstörung herzzerreißend. Er verspricht Hilfe der Regierung. Weiter westlich, am Mississippi, droht nun eine Flutkatastrophe.

Die Tornadoserie in den USA hat sich zur zweitschlimmsten Katastrophe dieser Art in der Geschichte des Landes ausgeweitet. Die Behörden erklärten mindestens 350 Menschen für tot - damit war nur die Tornadokatastrophe von 1925 mit 747 Toten folgenschwerer. US-Präsident Barack Obama zeigte sich bei einem Besuch im Katastrophengebiet tief bestürzt.

Zerstörung auch in Smithville, Mississippi.
Zerstörung auch in Smithville, Mississippi.(Foto: dpa)

Den Anwohnern des Mississippi in den Bundesstaaten Louisiana und Mississippi droht nun eine Flutkatastrophe. Der Nationale Wetterdienst teilte mit, die Anwohner des längsten Flusses der USA müssten mit einem Hochwasser von rund 2,40 Metern Höhe rechnen. Helfer begannen damit, Häuser mit Sandsäcken zu sichern. "Wir tun alles, um für den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein, hoffen aber das Beste", sagte der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal.

Alabama am stärksten betroffen

Allein im Bundesstaat Alabama kamen bei der Tornadoserie nach Behördenangaben mindestens 254 Menschen ums Leben, 1730 wurden verletzt. 8 Menschen werden noch vermisst. Nach Angaben der Behörden starben durch die Tornados zudem jeweils 34 Menschen in Mississippi und Tennessee, 15 in Georgia, 8 in Arkansas und 5 in Virginia.

Besonders starke Zerstörungen richteten die Tornados in Tuscaloosa in Alabama. Um die öffentliche Ordnung zu wahren und Plünderungen vorzubeugen, verhängte der Bürgermeister der 90.000-Einwohner-Stadt eine nächtliche Ausgangssperre.

Obama zeigte sich in Tuscaloosa tief bestürzt über das Ausmaß der Schäden. "Ich habe noch nie so eine Zerstörung gesehen. Das ist herzzerreißend", sagte Obama nach einem Rundgang durch verwüstete Wohngegenden. Er versprach, die Regierung werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um die zerstörten Gemeinden wieder aufzubauen.

Bis zu 5 Milliarden Dollar Schäden

Der US-Präsident hatte bereits zuvor Hilfsmaßnahmen angeordnet, darunter Gelder für die vorübergehende Unterbringung von obdachlos gewordenen Menschen und die Reparatur beschädigter Häuser sowie Kredite für Schäden an unversicherten Gebäuden. Nach einer Schätzung der Risikobewertungsgesellschaft EQECAT belaufen sich allein die durch das Unwetter verursachten Versicherungsschäden auf 2 bis 5 Milliarden Dollar.

Die Tornadoserie vom Mittwoch war die folgenschwerste in den USA seit fast 80 Jahren, als im März 1925 747 Menschen starben. Die drittschwerste Tornado-Katastrophe der USA ereignete sich 1932 mit 332 Todesopfern.

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Quelle: n-tv.de

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