Mandarin-Poesie aus KindermundTrumps Enkelin begeistert Chinesen

Tiere und Kinder gehen immer, lautet eine alte Internetweisheit. Für das Verhältnis zwischen dem künftigen US-Präsidenten Trump und China dürften ein Kind entscheidendes geleistet haben, seine Enkelin Arabella.
In seinem Wahlkampf hat der künftige US-Präsident Donald Trump China oft und hart kritisiert. Er behauptete, dass China seine Währung manipuliere, Jobs in den USA stehle und drohte damit, einen Strafzoll auf chinesische Produkte zu verhängen. Nach seiner Wahl klang das schon moderater, den Durchbruch in den Trump-chinesischen Beziehungen darf sich nun aber wohl seine fünfjährige Enkelin anrechnen.
Ein Video, das Ivanka Trump von ihrer Tochter Arabella Kushner postete, entpuppt sich in China gerade als großer Internet-Hit. In dem nur wenige Sekunden langen Video rezitiert das Mädchen in perfektem Mandarin chinesische Poesie.
Der Film entstand zwar bereits vor neun Monaten zum chinesischen Neujahrfest, kommt Trump aber dennoch jetzt zugute. Zahlreiche Nutzer mutmaßten in China, dass sich hinter der rauen Schale des neugewählten US-Präsidenten doch noch ein anderer Mensch verbergen könnte. Man müsse sich nur seine Kinder und Enkel anschauen, "einer entzückender und niedlicher als der andere", schrieb ein Nutzer.
In dem Video trägt Arabella ein chinesisch inspiriertes Kleid und steht auf einem Tisch. Hinter ihr sind andere chinesische Elemente, wie das Schriftzeichen für Glück, Laternen und Affenaufkleber sichtbar. Ivanka Trump hatte der "South China Mornin Post" bereits vor vier Jahren erzählt, dass ihre Tochter von ihrer chinesischen Kinderfrau Mandarin lerne. Aus einem Instragram-Video, das vor etwa zwei Jahren entstand, ging hervor, dass die Chensisch-Stunden am Sonntag-Vormittag stattfinden.
Jedoch sind nicht alle Chinesen davon überzeugt, dass man den Charme von Trumps Enkelin auch auf den Großvater übertragen könne. Die Sprachkenntnisse des kleinen Mädchen seien ein Ergebnis von Ivankas Bildungsbemühungen und hätte nichts mit Trump zu tun, schrieb ein Nutzer. Andere empfahlen, erstmal Trumps künftige China-Politik abzuwarten.