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(Foto: dpa)

Grausame Tat in Berlin: U-Bahn-Opfer war Deutsch-Schwedin

Ein 20-jährige Studentin stirbt, weil ein ihr unbekannter Mann sie vor eine U-Bahn stößt. Der Mann ist möglicherweise psychisch krank. Nun werden Details zum Opfer bekannt.

Die junge Frau, die am Dienstag am Berliner Bahnhof Ernst-Reuter-Platz vor eine U-Bahn gestoßen wurde, hatte die schwedische Staatsbürgerschaft. Das berichtet die "Berliner Zeitung". Auch die schwedischen Zeitungen "Expressen" und "Aftonbladet" bestätigten dies.

Demnach wurde das schwedische Außenministerium informiert. Die 20-Jährige hatte neben der schwedischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft und lebte im Berliner Stadtteil Lichterfelde.

Das Motiv des Mannes, der die junge Frau ohne ersichtlichen Grund vor die einfahrende Bahn der U2 stieß, liegt weiter im Dunkeln. Der Staatsanwaltschaft zufolge kannten sich Täter und Opfer nicht. Der 28-jährige Mann, der erst kurz vor der Tat aus Hamburg nach Berlin gekommen war, schweigt gegenüber den Ermittlern.

Der offenbar psychisch kranke Mann war am Mittwoch in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Er leide an einer Erkrankung im Schizophrenie-Bereich, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Schon in Hamburg war er deswegen in Behandlung.

Er habe auch mit Drogen zu tun gehabt. Eine Blutprobe nach dem Angriff habe allerdings keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum ergeben, hieß es. Der in Hamburg geborene und aufgewachsene Mann habe 2002 als Jugendlicher eine schwere Straftat, eine gefährliche Körperverletzung und Raub, begangen, sagte Steltner. Zudem habe es dort weitere Verfahren gegen ihn gegeben.

Die Hamburger Justizbehörde zeigte sich erschüttert. "Bisher haben wir allerdings keine ausreichend gesicherten Informationen zum mutmaßlichen Tatverdächtigen", sagte der Leiter des Präsidialstabes der Hamburger Justizbehörde, Thomas Baehr, am Mittwochabend im NDR. "Wir werden nun zunächst klären, ob und inwieweit der mutmaßliche Täter überhaupt in den letzten Jahren in Kontakt mit Hamburger Behörden gestanden hat."

Quelle: n-tv.de

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