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Ein See im Yosemite Valley im Yosemite Nationalpark in Kalifornien: Zwei Menschen sind im Nationalpark an Hantaviren gestorben.
Ein See im Yosemite Valley im Yosemite Nationalpark in Kalifornien: Zwei Menschen sind im Nationalpark an Hantaviren gestorben.(Foto: dpa)
Samstag, 01. September 2012

Tödliche Infektion nach Campingurlaub: US-Behörden schlagen Alarm

Nach zwei Todesfällen durch gefährliche Hantaviren geben die US-Behörden eine Warnung heraus: Rund 10.000 Gäste des kalifornischen Yosemite-Nationalparks könnten mit dem tödlichen Virus in Kontakt gekommen sein. Zwei Menschen sind bereits tot.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Hantaviren (Puumalaviren).
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Hantaviren (Puumalaviren).(Foto: dpa)

Bis zu 10.000 Besucher des kalifornischen Yosemite-Nationalparks könnten laut US-Behörden vom tödlichen Hantavirus bedroht sein. Die Parkverwaltung habe Warnhinweise an etwa 2900 Menschen verschickt, die für sich und ihre Begleitungen Übernachtungen in dem Park zwischen Mitte Juni und Ende August gebucht hatten, teilte die US-Nationalparkverwaltung NPS mit. Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich sechs Menschen mit dem gefährlichen Virus infiziert hatten, von denen zwei starben.

Oftmals zeigen sich die Symptome der Krankheit erst nach sechs Wochen. Die Zeltkabinen in Curry Village, dem Besucherzentrum des Parks, könnten deshalb seit dem 10. Juni verseucht gewesen sein, teilten die US-Gesundheitsbehörden mit. Am 24. August seien die Kabinen dann desinfiziert worden. In dem relevanten Zeitraum hätten rund 10.000 Touristen in den Unterkünften übernachtet. Menschen können sich durch den Kontakt mit Urin, Kot oder Speichel infizierter Nager, vor allem von Hirschmäusen, anstecken.

Eine Erkrankung ist äußerst gefährlich und muss umgehend behandelt werden. Sie beginnt mit Fieber und Schmerzen, kann aber schnell lebensbedrohlich sein. Eine frühe Behandlung erhöhe aber die Überlebenschancen deutlich, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Seit der Entdeckung der Krankheit im Jahr 1993 wurden in den USA insgesamt 587 Fälle registriert, davon rund 60 in Kalifornien. Ein Drittel der landesweit Infizierten starb.

Quelle: n-tv.de

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