Nobelpreis unter dem HammerUS-Genetiker Watson versteigert Medaille

Mehr als 50 Jahre nach seiner Ehrung mit dem Nobelpreis für Medizin, macht ein US-Amerikaner seine Medaille zu Geld. James Watson gilt trotz seiner erfolgreichen Forschung, wegen rassistischer Äußerungen, als eine umstrittene Persönlichkeit.
Der US-Genetiker und Nobelpreisträger James Watson hat seine Nobel-Medaille zu klingender Münze gemacht: Bei 4,75 Millionen Dollar, umgerechnet 3,9 Millionen Euro, erhielt ein anonymer Bieter den Zuschlag. Das Auktionshaus Christie's in New York hatte mit maximal 3,5 Millionen Dollar für die 23-Karat-Goldmedaille gerechnet.
Mehrere Manuskripte und Schriften Watsons, darunter Notizen für seine Nobel-Rede, brachten zudem insgesamt mehr als 600.000 Dollar ein. Der 86-Jährige will einen Teil des Geldes mehreren Universitäten stiften, an denen er studierte und lehrte.
Watson wurde 1962 mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt. Die Auszeichnung erhielt er für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA neun Jahre zuvor. Später sorgte er mit rassistischen Äußerungen für Empörung, mit denen er die Intelligenz von Schwarzen anzweifelte. In Teilen der Wissenschaftsgemeinschaft wird der Forscher trotz einer Entschuldigung für diese Entgleisung bis heute gemieden.