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Feuer bei C&A-Zulieferer: Über 100 Tote in Textilfabrik

Bangladesch ist inzwischen der größte Textilexporteur der Welt. Doch die Zustände in den Fabriken sind nach wie vor mangelhaft. Bei einem Feuer kommen nun über 100 Menschen ums Leben. Die Ursache für den Brand in dem Unternehmen, das auch für C&A arbeitet, ist unklar.

(Foto: dpa)

Bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch sind in der Nacht zum Sonntag  mindestens 104 Menschen getötet worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, war das Feuer am späten Samstagabend in dem Werk am Rande der Hauptstadt Dhaka ausgebrochen. Hunderte Arbeiter wurden demnach in den oberen Etagen des Fabrikgebäudes eingeschlossen. Einige Arbeiter hätten sich tödlich verletzt, als sie in Panik aus  den Fenstern gesprungen seien, andere seien im Rauch erstickt, sagte die Polizei.

"Mehr als tausend Arbeiter waren in der Fabrik eingeschlossen", erklärte eine Überlebende lokalen Medien. Sie sei aus dem vierten Stock gesprungen und auf dem Dach eines Nachbargebäudes aufgekommen, erzählte die 42-Jährige im Krankenbett. Vier Stunden  benötigte die Feuerwehr, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Die Sicherheitsbestimmungen in den Textilfabriken in Bangladesch sind weit von europäischen Standards entfernt.
Die Sicherheitsbestimmungen in den Textilfabriken in Bangladesch sind weit von europäischen Standards entfernt.(Foto: dpa)

Firmenchef Delwar Hossain sprach von einem "schweren Verlust für meine Angestellten und meine Fabrik", die unter anderem für das Bekleidungsunternehmen C&A arbeitet. Das Werk des Textilunternehmens Tazreen Fashion liegt rund 30 Kilometer nördlich von Dhaka. Die Ursache für den Brand war zunächst unklar. Häufig lösen jedoch Kurzschlüsse in den maroden Elektroinstallationen der Bekleidungsfabriken in Bangladesch Brände aus.

In den Fabriken nähen Mitarbeiter unter meist ärmlichen Verhältnissen Textilien für westliche Auftraggeber. Bangladesch ist jüngst zum weltweit zweitgrößten Textilexporteur aufgestiegen; 80 Prozent der Exporte des asiatischen Landes fallen auf den  Textilsektor.

Quelle: n-tv.de

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