Panorama

Für den Sieg seiner Seleção: Voodoo-Priester will DFB-Elf verhexen

Von wegen Vorbereitung und Taktikbesprechung: Ein brasilianischer Voodoo-Priester setzt auf eine ganz andere Strategie. Er will das deutsche Team beim Spiel gegen Brasilien mit einem Fluch belegen. Erprobt ist diese Zauberei bereits.

Wenn das deutsche Team am Dienstag in Belo Horizonte gegen WM-Gastgeber Brasilien im Halbfinale antritt, dann drohen Bastian Schweinsteiger und Co. schwere Beine. Denn Voodoo-Priester Helio Sillman aus Rio de Janeiro will die Gegner der Seleção mit einem Fluch belegen. "Ich nehme die Führungsspieler und binde ihre Beine zusammen, damit sie auf dem Rasen nicht laufen können", berichtet Sillman vor seinem Laden in Madureira, der mit zahlreichen Utensilien afro-brasilianischer Volksreligionen vollgestopft ist.

Vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien hatte sich Sillman deren Toptorschützen James Rodríguez und dessen Mitspieler Juan Cuadrado herausgepickt. Er machte zwei Vodoo-Puppen und zog ihnen ihr gelbes Nationaltrikot an, dann band er ihre Beine zusammen. Bei der Nationalhymne zündete er zwei Kerzen an, um den Fluch zu verstärken. "Das muss für das ganze Spiel ausreichen", sagte Sillman.

Es reichte, Brasilien konnte sich mit 2:1 durchsetzen. Von der Wirksamkeit seiner Magie zeugen auch die Puppen von Spielern aus Kroatien, Mexiko, Kamerun und Chile, die er in einer Keramikschüssel aufbewahrt. "Das sind die vier Mannschaften, die Brasilien ausgeschaltet hat", sagt Sillman, und schlägt dabei auf die Puppen ein und drückt ihre Gesichter auf den Teller, um sie zu ersticken. "So stelle ich die gegnerischen Teams vor den Spielen kalt", sagt Sillman.

Quelle: n-tv.de

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