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Schnauze weg von Schokolade!: Warnung vor dem "toten Hund"

Adventszeit ist Backzeit, aber auch die Zeit der "toten Hunde". Wer kennt ihn nicht, den Kuchen aus Butterkeksen mit einer Schicht dunkler Schokolade dazwischen? Wahlweise heißt er auch "kalte Schnauze". Aber aufgepasst: Das Plätzchenbacken ist nicht nur anstrengend für genervte Eltern kleiner, Teig matschender Kinder sondern tatsächlich auch gefährlich oder sogar tödlich für vernaschte Vierbeiner.

Vor allem die dunkle, in der Weihnachtsbäckerei oft für Kuvertüre benutzte Schokolade enthält viel Theobromin – ein Stoff, der bei Hunden Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann und schlimmstenfalls zum Tod führt. Darauf weist der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (BPT) aus Frankfurt hin.

Die tödliche Dosis liegt demnach bei 100 Milligramm Theobromin pro Kilo Körpergewicht. Je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Anteil des Stoffs – und je kleiner der Hund, desto heftiger fällt die Wirkung aus. Selbst wenn der Hund einmal nascht, ohne dass etwas passiert, ist noch keine Entwarnung angesagt: Theobromin wird im Körper des Vierbeiners nur langsam abgebaut. Das bedeutet also, dass das zweite Stück Schokolade unter Umständen schwerwiegende Folgen haben könnte.

Dies sollten Tierliebhaber unbedingt beherzigen und Hundehasser nicht als Baukastensatz für den perfekten Mord am kläffenden oder Haufen legenden Nachbarsköter verstanden wissen. Theobromin baut sich wie erwähnt nur langsam in Körper des Hundes ab, so dass die Tat vom Gerichtsmediziner leicht nachgewiesen werden kann.

Doch nicht nur von dunkler Schokolade werden Hunde dem Tierärzte-Verband zufolge besser ferngehalten: Auch herkömmliche Vollmilch-Schoko schadet ihren Zähnen, kann Übergewicht nach sich ziehen und begünstigt Diabetes. Und auch dies kann den langsamen, aber unaufhaltsamen Tod des Vierbeiners bedeuten.

Quelle: n-tv.de

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