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Mithilfe des Fonds sollen Pandemien schneller und besser eingedämmt werden.
Mithilfe des Fonds sollen Pandemien schneller und besser eingedämmt werden.(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 29. Juni 2017

Mit 500-Millionen-Dollar-Fonds: Weltbank will Pandemien schneller bekämpfen

Bei der Ebola-Epidemie 2013 kommt die Hilfe für viele Betroffenen zu spät. Damit die Weltgemeinschaft zukünftig schneller auf solche Krisen reagieren kann, gründet die Weltbank einen entsprechenden Fond. Auch Deutschland beteiligt sich.

Der neue Fonds der Weltbank zur Bekämpfung von Pandemien wird mit 500 Millionen Dollar (445 Millionen Euro) ausgestattet. "Mit dieser neuen Einrichtung haben wir einen bedeutenden Schritt unternommen, der das Potenzial hat, Millionen Leben und ganze Volkswirtschaften zu retten vor einer der größten systemischen Bedrohungen, der wir gegenüberstehen", erklärte Weltbank-Chef Jim Yong Kim.

"Wir bewegen uns weg von dem Kreislauf aus Panik und Nachlässigkeit, der unsere Herangehensweise an Pandemien so stark geprägt hat", fügte Kim hinzu. Die Weltbank hatte den Fonds namens Pandemic Emergency Financing Facility (PEF) als Konsequenz aus der verspäteten Reaktion auf die Ebola-Epidemie 2013 in Afrika gegründet.

Die 500 Millionen Dollar sollen in den kommenden Jahren unter anderem durch den Verkauf spezieller "Pandemie-Anleihen" aufgebracht werden. Investoren erhalten bei diesen Anleihen hohe Renditen, tragen aber das Risiko, ihre Investition zu verlieren, wenn es eine neue Pandemie gibt.

Nach Darstellung der Weltbank wird ein Teil des Risikos durch Pandemien so von armen Ländern auf die Finanzmärkte übertragen. An den Finanzmärkten kamen die Anleihen den Angaben zufolge gut an: Die Nachfrage war deutlich höher als das Angebot.

Außerdem fließen Zahlungen von Geberländern in den PEF. Deutschland stellt 50 Millionen Euro als Startfinanzierung bereit. Der PEF soll die Ausbreitung von sechs Virusstämmen eindämmen, die unter anderem Ebola und das Lassa-Fieber verursachen.

Quelle: n-tv.de

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