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Gedenken am Strand von Phuket.
Gedenken am Strand von Phuket.(Foto: dpa)

Tsunami bleibt schmerzhaft: "Wir denken an die Toten"

Als das Wasser wieder abzieht, da wird erst deutlich, was für ein Drama geschehen ist. Ein unglaublicher Tsunami kostet Weihnachten 2004 im asiatischen Raum mehr als 230.000 Menschen das Leben. Zum Gedenken an die Opfer kommen jedes Jahr tausende Angehörige zusammen. Für viele bleibt das Geschehen unbegreiflich.

Erinnerung an eine Katastrophe: Mit Gebeten und Schweigeminuten haben tausende Menschen in Indonesien und Thailand der Opfer des verheerenden Tsunamis vom 26. Dezember 2004 gedacht. In der Provinz Aceh auf Sumatra kamen die Menschen an einem Massengrab in Siron zusammen. "Nach dem Tsunami haben wir Aceh verlassen", erzählte Mutmainah, die damals fünf Angehörige verloren hatte. Den Laden, den ihre Familie einst in der Hauptstadt Banda Aceh betrieb, eröffneten sie später in Medan. Gedenkveranstaltungen gab es auch im Tsunami-Museum von Aceh und im Hafen des Fischerdorfes Krueng Raya.

Auf der Insel Phuket im Golf von Thailand beteten Buddhisten, Muslime und Christen am achten Jahrestag der Katastrophe an einem Denkmal in Mai Khao gemeinsam für die Opfer. "Ich hoffe, die Zeremonie macht den Hinterbliebenen Mut. Sie sollen wissen, dass wir nie aufgehört haben, an die Toten zu denken", sagte der stellvertretende Ortschef Wirat Makaew bei einer Kranzniederlegung. Am beliebten Patong-Strand sollten zudem am Abend Kerzen als Gedenken für die Opfer angezündet werden.

550 tote Deutsche

"Ich wäre in Krabi fast von dem Tsunami erwischt worden", erzählte der Deutsche Rocco Paulus, der an der Zeremonie teilnahm. "Ich war im Simmingpool und sah in kommen. Ich schaffte es noch, rechtzeitig wegzulaufen." Er sei zum ersten auf Phuket, aber er habe seinen Urlaub extra so gelegt, dass er an der Zeremonie teilnehmen konnte.

Bei dem Tsunami am zweiten Weihnachtstag 2004 waren rund um den Indischen Ozean mehr als 230.000 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen mehr als 550 deutsche Touristen. Gewaltige Flutwellen hatten binnen weniger Stunden die Küsten verwüstet. Auslöser war ein schweres Erdbeben der Stärke 9,1 vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra. Allein in der Provinz Aceh im Norden Sumatras starben etwa 170.000 Menschen. In Thailand kostete die Riesenwelle rund 8000 Menschen das Leben.

Quelle: n-tv.de

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