Donnerstag, 29. Oktober 2009
"F*** you" zwischen den Zeilen
Wirbel um Schwarzenegger-Brief
Die Worte seiner "Terminator"-Filme sind legendär. Doch anders als mit seinem Spruch "Hasta la vista, baby!" hat der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger mit dem Wortlaut eines Briefes an einen politischen Gegner jetzt für Stirnrunzeln gesorgt. Darin kündigte der republikanische "Governator" nicht nur sein Veto gegen die Finanzierung eines Hafenprojekts in San Francisco an, sondern sendete dem Adressaten - angeblich unbewusst - noch eine andere Botschaft: Von oben nach unten gelesen ergaben die ersten Buchstaben der Zeilen des Briefes an den demokratischen Abgeordneten Tom Ammiano die Beschimpfung "Fuck you".
Schwarzeneggers Sprecher Aaron McClear versicherte, dass die Buchstaben-Abfolge der Zeilenanfänge "reiner Zufall" gewesen sei. "Wir verfassen jedes Jahr hunderte Briefe und das war nur ein Zufall, mehr nicht", sagte er.
Kleiner Schlagabtausch
Dem Zufall widerspricht allerdings ein Bericht in der "Financial Times Deutschland" (FTD). Demnach sei die versteckte Beleidigung eine Replik auf Ammiano, der den Gesetzentwurf für das Hafenprojekt eingebracht hatte. Ammiano, ein Aktivist der Schwulenbewegung, hatte demnach kürzlich an die Adresse Schwarzeneggers gerufen: "Leck mich an meinem schwulen Arsch". Kaliforniens Gouverneur hatte sich bei Schwulen unbeliebt gemacht, weil er wiederholt sein Veto gegen die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen eingelegt hat.
Ammiano reagierte der FDT zufolge aber sehr gelassen auf Schwarzeneggers versteckte Retourkutsche: "Ich fand das sehr kreativ und denke, es ist Zeit, das Kriegsbeil zu begraben".
tis/AFP
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