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Henryville in Indiana wurde besonders schwer getroffen.
Henryville in Indiana wurde besonders schwer getroffen.(Foto: Reuters)

Verheerende Tornadoserie in den USA: Zahl der Opfer steigt weiter

Die Rettungskräfte suchen weiter nach Opfern der Serie von Tornados, die durch mehrere US-Bundesstaaten zieht. Präsident Obama spricht den Betroffenen sein Beileid aus und bietet die Hilfe der Bundesregierung an.

Nach Sturmserie wütet in den USA haben Rettungskräfte in den Trümmern nach weiteren Opfern gesucht. Die Zahl der bei den Wirbelstürmen in den Bundesstaaten Kentucky, Indiana und Ohio am Freitag getöteten Menschen stieg auf 37. Während US-Präsident Barack Obama den Betroffenen sein Beileid aussprach, warnte der Nationale Wetterdienst vor weiteren Tornados in Georgia und Florida.

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"Die Situation ist extrem gefährlich", erklärte der Nationale Wetterdienst. Die Behörde warnte vor Hagelkörnern mit mehr als vier Zentimetern Durchmesser, Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern und gefährlichen Blitzen. Die Bewohner in Teilen Alabamas, Floridas und Georgias wurden zu Wachsamkeit aufgerufen. Insgesamt zählte der Wetterdienst am Freitag 83 Tornados in sechs Bundesstaaten.

Obama rief die Gouverneure von Indiana, Kentucky und Ohio an, um sein Mitgefühl für die Opfer auszusprechen und Hilfe anzubieten. Der Gouverneur von Kentucky, Steve Beshear, sagte, das Ausmaß der Zerstörung in einigen Gemeinden übertreffe alles, was er bisher gesehen habe. In seinem Bundesstaat wurden 13 Tornados gezählt. 18 Menschen kamen nach Angaben des Gouverneurs dabei ums Leben, zudem wurden rund 300 Menschen verletzt.

Schneise der Verwüstung

Das Dorf Marysville an der Grenze zwischen Indiana und Tennessee wurde offenbar dem Erdboden gleich gemacht, wie ein Behördensprecher sagte. Die Wirbelstürme hinterließen überall eine Schneise der Zerstörung. US-Fernsehsender zeigten Bilder von einem in ein Haus gerammten Schulbus, von in Seen gestürzten Lastwagen sowie völlig zerstörten Häusern. Auch Feuerwehrwachen, Schulgebäude und Gefängnisse waren unter den schwer beschädigten Gebäuden.

Erst am Mittwoch hatte eine Tornadoserie den Mittleren Westen der USA heimgesucht und mindestens 13 Menschen getötet. Auf einer Strecke von Nebraska bis Kentucky zerlegten die Stürme Häuser, rissen Bäume aus und fegten Autos von den Straßen. Die Tornado-Saison scheint wegen des milden Winters in diesem Jahr früher zu beginnen als erwartet. Im vergangenen Jahr waren fast 550 Menschen durch die Stürme getötet worden - so viele wie seit 1936 nicht mehr.

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Quelle: n-tv.de

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