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Der Eingang zum Texas Health Presbyerian Hospital in Dallas.
Der Eingang zum Texas Health Presbyerian Hospital in Dallas.(Foto: AP)

Pflegekraft unter Quarantäne gesetzt: Zweiter Ebola-Fall in den USA bestätigt

Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen scheint es für Betreuer von Ebola-Patienten auch in den USA und in Europa ein unkalkulierbares Risiko der Ansteckung zu geben. In Texas wird eine Krankenpflegekraft mit Fieber positiv auf Ebola getestet.

In den USA hat sich eine Pflegekraft mit Ebola infiziert. Die Person aus Texas sei beim ersten Test positiv auf den aggressiven Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Nun sollen weitere Untersuchungen folgen. Die Pflegekraft hatte den ersten auf US-Boden diagnostizierten Ebola-Patienten in einem Krankenhaus in Dallas betreut. Der Patient war am Mittwoch an der Infektion gestorben. Er hatte die Seuche aus Liberia eingeschleppt. Wie es zu der neuen Infektion gekommen ist, blieb unklar.

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"Wir wussten, dass ein zweiter Fall zur Realität werden kann", sagte David Lakey von der texanischen Gesundheitsbehörde. "Wir haben uns auf diese Möglichkeit vorbereitet." Das Team in Dallas werde aufgestockt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Bei der Person war am Freitagabend leichtes Fieber gemessen worden, daraufhin wurde sie unter Quarantäne gestellt. Seitdem wird ermittelt, zu welchen Menschen sie Kontakt hatte.

Krankenschwester geht es besser

Der Ebola-Patientin in Spanien geht es nach Angaben aus Medizinerkreisen besser. Der Gesundheitszustand der Krankenschwester habe sich deutlich verbessert, hieß es aus Krankenhauskreisen in Madrid. Sie sei bei Bewusstsein und könne sprechen. Die 44 Jahre alte Krankenpflegerin Teresa Romero ist der erste Mensch, der sich in Europa mit dem Ebolavirus infiziert hat.

Sie arbeitete in der Klinik Carlos III., in der im August und September zwei spanische Missionare nach ihrer Rückkehr aus Westafrika an Ebola starben. Mit der gefährlichen Seuche infizierte sie sich ersten Erkenntnissen zufolge, als sie beim Ablegen ihrer Schutzkleidung ihr Gesicht unbeabsichtigt mit einem infizierten Arbeitshandschuh berührte.

In Deutschland werden derzeit zwei Ebola-Patienten behandelt, einer in Frankfurt am Main, der andere in Leipzig. Über den Zustand der Patienten gibt es jedoch keine Angaben.

Quelle: n-tv.de

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