Panorama

12.16 Uhr: +++ n-tv.de beendet den Hurrikan-Liveticker +++

+++ 12.16 n-tv.de beendet den Liveticker zu Hurrikan Sandy +++
Ganz langsam beruhigt sich die Lage in den USA nach dem Hurrikan Sandy. Die Aufräumarbeiten haben begonnen. n-tv.de beendet an dieser Stelle den Liveticker zu den Ereignissen an der US-Ostküste.

+++ 12.05 Gesuchter Terroristenführer bietet Hilfe an +++
Der Pakistani Hafiz Saeed bietet den USA Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des Wirbelsturms "Sandy" an. Wie das "Wallstreet Journal" berichtet, sagte der Terroristenführer: "Wir freuen uns darauf, den Regeln unseres Propheten Mohammed zu folgen und den Amerikanern in Not zu helfen. Auf Saeed steht ein Kopfgeld in Höhe von 10 Millionen Dollar, weil er angeblich an Terrorangriffen in Indien 2008 mit 160 Toten beteiligt war.

+++ 11.53 Papst betet für Opfer +++
Papst Benedikt XVI. betet für die Opfer des Jahrhundertsturms. Er wendet sich in Rom während der Generalaudienz auf dem Petersplatz in Englisch an die angelsächsischen Pilger und versichert allen Helfern, die im Osten der USA jetzt mit Wiederaufbauarbeiten beschäftigt sind, seine Solidarität.

+++ 11.38 New Yorker Uni bleibt bis Samstag zu +++
Die New York University (NYU) bleibt bis Samstag geschlossen. Wie der Präsident der Einrichtung auf der Webseite der Universität mitteilt, haben alle Universitätsangehörigen den Sturm überlebt. Die Schäden hielten sich in Grenzen. Eine große Herausforderung seien aber weiterhin Stromausfälle.

+++ 11.20 Experten untersuchen Kran +++
Experten wollen den umgeknickten Kran in New York am Mittwochmorgen (Ortszeit) untersuchen, dessen umgeknickte Spitze aus 57 Stockwerke höhe nach unten hängt. Das berichtet die "Huffington Post" und beruft sich auf lokale Medien. Rettungskräfte mussten wegen des Krans 15 umstehende Gebäude evakuieren.

+++ 10.48 Fernzüge sollen wieder fahren +++
Bahnbetreiber Amtrak kündigt an, den Fernzugbetrieb wieder aufzunehmen, wenn auch mit großen Einschränkungen. Auch Fähren in New York sollen von 7 Uhr (Ortszeit) an wieder fahren.

+++ 10.21 Asiatische Airlines nehmen Flugbetrieb auf +++
Nach zwei Tagen Unterbrechung nehmen asiatische Fluglinien den Verkehr von und nach New York langsam wieder auf. Das berichtet das "Wall Street Journal".

+++ 10.13 Ölraffinerien nehmen Bebrieb auf +++
Trotz erheblicher Schäden durch "Sandy" beginnen einige Ölraffinerien an der amerikanischen Ostküste, ihren Betrieb wieder aufzunehmen. Aus Sicherheitsgründen hatten sie ihre Produktion zeitweise komplett eingestellt, was die Ölpreise belastet hatte. Sollte sich die Situation wieder normalisieren, dürfte die anziehende Nachfrage nach Rohöl die Ölpreise stützen.

+++ 09.53 Schulen in Washington öffnen wieder +++
Die Schulen in Washington öffnen am Mittwoch wieder pünktlich. Das berichten die Behörden des District of Columbia (DC).

+++ 09.25 Polizei nimmt Plünderer fest +++
Die Polizei in New York nimmt 13 Plünderer in den Stadtteilen Brooklyn und Queens fest. Die Festnahmen erfolgten in Gegenden, die von den Fluten besonders betroffen waren. Lokale Medien berichten zudem, dass mehrere Orte in Virginia und New Jersey aus Angst vor Plünderungen Ausgangssperren verhängt haben.

+++ 08.32 Blutspenden fehlen +++
Das amerikansiche Rote Kreuz musste nach eigenen Angaben rund 300 Blutspendetermine absagen. Dadurch kommt es jetzt zu einem Engpass. In den USA werden landesweit täglich rund 44.000 Blutspenden benötigt. Laut dem Roten Kreuz fehlen derzeit rund 9000.

+++ 08.04 Tausende übernachten in Notunterkünften +++
Der Sturm ist vorübergezogen, doch die Normalität ist in den dichtbesiedelten Regionen der USA längst nicht zurückgekehrt. Weit mehr als 10.000 Menschen müssen diese Nacht, Ortszeit in New York ist 03.04 Uhr, in Notunterkünften verbringen. Laut der "New York Times" sind es in New York rund 6400 und in New Jersey 4500.

+++ 07.34 Weitere Tote in New York +++
Wirbelsturm "Sandy" tötet mindestens 22 Menschen in New York. Das berichtet die "New York Times". Die Zeitung beruft sich auf Angaben der Polizei vom Dienstagabend (Ortszeit). Medien und Behörden aktualisieren ihre Opferzahlen derzeit fast im Stundentakt. Als sicher gilt, dass der Hurrikan in der Karibik und den USA mindestens 100 Menschen das Leben kostete.

+++ 07.22 Regierungsbehörden öffnen wieder +++
Die Regierungsbehörden in Washington nehmen ihre Arbeit wieder auf. Geschlossen waren im District of Columbia (DC) bisher all die Ämter, die für Notfälle nicht essenziell sind.

+++ 06.43 Zahl der Toten steigt weiter +++
Nachdem Supersturm "Sandy" sich abgeschwächt hat und die dicht besiedelten Regionen der US-Ostküste verlassen hat, wird das gesamte Ausmaß der Katastrophe deutlich. Mindestens 45 Menschen verloren in den Vereinigten Staaten durch den Hurrikan ihr Leben. So die jüngsten Zahlen der zuständigen Behörden. Allein die Millionenmetropole New York verzeichnet 18 Opfer. Auf seinem Zug durch die Karibik hatte der Hurrikan zuvor 69 Menschen das Leben gekostet. Der Sturm zieht derweil nordwestlich ins Landesinnere Richtung Kanada weiter und könnte starke Niederschläge mit sich bringen.

+++ 04.59 Obama macht Druck auf Energieversorger +++
US-Präsident Barack Obama macht Druck auf Elektrizitätsunternehmen, die Stromversorgung schnellstmöglich wieder herzustellen. Momentan sind 7 Millionen Menschen ohne Strom. Bei der Arbeit dürfe es keine bürokratischen Hindernisse geben, betonte Obama bei einem Treffen mit den Chefs von Energiefirmen im Weißen Haus. Auch Energieminister Stephen Chu sowie der Chef des Katastrophenschutzes FEMA, Craig Fugate waren zugegen.

+++ 03.57 JFK Airport öffnet wieder +++
Der größte Flughafen in New York öffnet wieder für den Verkehr. Der Flugbetrieb am John F. Kenndy International Airport solle am Mittwochmorgen wieder aufgenommen werden, berichtet der TV-Sender CNN.

+++ 02.50 New York Marathon soll stattfinden +++
Der New York Marathon am kommenden Sonntag soll trotz der immensen Zerstörungen durch "Sandy" stattfinden. Der Veranstalter New York Road Runners äußerte sich zuversichtlich, das größte Massenlauf-Spektakel der Welt wie geplant ausrichten zu können. Der Marathon sei schon immer ein besonderer Tag für die New Yorker und ein Symbol für die Lebensfreude und Widerstandskraft dieser Stadt gewesen.

Vor allem die rechtzeitige Anreise der 20.000 Läufer aus dem Ausland stellt angesichts der durcheinandergewirbelten Flugpläne ein großes Problem dar. Aber auch die Anfahrt für die rund 30.000 Läufer aus den USA dürfte wegen der Schäden im öffentlichen Nahverkehr nicht einfach werden. Die lahmgelegte New Yorker U-Bahn kann laut Bürgermeister Michael Bloomberg auch noch am Wochenende ausfallen.

+++ 01.35 Mindestens 40 Tote an der Ostküste +++
Die Zahl der Todesopfer an der nordamerikanischen Ostküste  durch den Wirbelsturm "Sandy" ist nochmals gestiegen. Mindestens 40 Menschen seien ums Leben gekommen, teilten die Behörden am Dienstagabend mit. Allein 18 Menschen starben in New York. Todesopfer gab es auch in den US-Bundesstaaten New York, Massachusetts, Maryland, Connecticut, New Jersey, Pennsylvania, Virginia und West Virginia sowie im kanadischen Toronto. Auf seinem Zug durch die Karibik hatte der Hurrikan zuvor 69 Tote hinterlassen.

+++ 01.23 10 Millionen Dollar Soforthilfe für New York +++
Das US-Verkehrsministerium gibt New York zehn Millionen Dollar (7,7 Millionen Euro) Soforthilfe für Reparaturen an Straßen, Brücken und U-Bahn-Tunneln, die durch den Sturm "Sandy" beschädigt worden sind. Weitere drei Millionen Dollar erhält der Staat Rhode Island, teilt das Ministerium mit. Demnach bekommen beide Staaten voll die von ihnen angeforderten Sofortmittel - und mehr Gelder, auch für andere betroffene Staaten, würden folgen. Präsident Barack Obama hatte zuvor alle zuständigen Behörden aufgerufen, rasch und unbürokratisch zu helfen.

+++ 00.26 New Yorker Halloween-Parade abgesagt +++
Die berühmte New Yorker Halloween-Parade wird zum ersten Mal in ihrer fast 40-jährigen Geschichte abgesagt. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Polizei getroffen worden, schreiben die Veranstalter auf ihrer Website. Das größte Halloween-Fest der Stadt hätte am Mittwochabend im Viertel Greenwich Village im Südwesten Manhattans stattfinden sollen. Große Teile im südlichen Manhattan sind aber immer noch ohne Strom. In den vergangenen Jahren waren bis zu 40.000 Menschen zur der Veranstaltung gekommen.

+++ 00.15 "Sandy" könnte 20 Milliarden Dollar kosten +++
"Sandy" dürfte die Versicherungsbranche nach Experten-Einschätzung teuer zu stehen kommen. Erste Schätzungen der versicherten Verluste liegen zwischen fünf und 15 Milliarden Dollar. Die wirtschaftlichen Schäden dürften sich auf zehn bis 20 Milliarden Dollar belaufen.  Zum Vergleich: Der Hurrikan "Irene" hatte im vergangenen Jahr versicherte Verluste von 4,3 Milliarden Dollar zur Folge, die wirtschaftlichen Schäden lagen bei etwa zehn Milliarden Dollar.   

+++ 22.52 New Yorker Wohnungen bleiben kalt +++
Viele der rund 750.000 New Yorker, die der Sturm "Sandy" von der Stromversorgung abgeschnitten hat, könnten sieben Tage oder sogar noch länger im Dunkeln sitzen. Das schätzt die Elektrizitätsgesellschaft Con Edison. Demnach dürfen zwar Bewohner in Manhattan und Brooklyn darauf hoffen, binnen vier Tagen wieder am Netz zu sein. Aber in anderen Gebieten, die niedriger gelegen und überflutet seien, könne es deutlich länger dauern.

+++ 21.45 "Sandy" Richtung Kanada unterwegs +++
Der jetzt abgeschwächte Sturm  nimmt Kurs auf Kanada. Bevor er dort morgen eintrifft, könnte er noch zu Überflutungen des Lake Michigan im nördlichen Mittelwesten der USA sorgen. Auch an der Küste des Staates Maine könnte es wegen starker Winde zu Hochwasser kommen. Teilweise sind in bereits betroffenen Staaten weiter südlich neue Überflutungen möglich. Das Nationale Hurrikan-Zentrum warnt: "Es ist noch nicht vorbei!"

+++ 21.00 Obama: Es ist noch nicht vorbei +++
US-Präsident Obama warnt die Amerikaner vor einem leichtfertigen Umgang mit "Sandy". Der Sturm sei "noch nicht vorüber". Die von dem Unwetter angerichteten Verwüstungen seien "herzzerreißend für das ganze Land". Am Mittwoch will der US-Präsident nach New Jersey. Dort will er gemeinsam mit Gouverneur Chris Christie "die immensen Schäden begutachten" und mit Anwohnern sprechen. Der Republikaner Christie hatte zuvor Obamas Umgang mit der Katastrophe hoch gelobt.

+++ 20.23 Dutzende Menschen gestrandet +++
Auf einer kleinen Insel vor New York stranden rund 60 Menschen. Sie hatten sich dem Evakuierungsbefehl widersetzt. Auf der Insel Fire Island vor Long Island gebe es jetzt kein Trinkwasser und keinen Strom mehr. Die meisten Häuser sind zerstört. Jetzt versucht die Küstenwache, die Menschen von der Insel zu retten.

+++ 19.45 Obama sagt Wahlkampf in Ohio ab +++
Der US-Präsident verzichtet wegen des Supersturms auf seinen Wahlkampfauftritt am Mittwoch in Ohio. "Der Präsident wird in Washington bleiben, um den Umgang mit dem Wirbelsturm zu überwachen", teilt Regierungssprecher Jay Carney mit. Dem sogenannten Swing State wird für die Wahl eine entscheidende Bedeutung beigemessen: Noch nie zog ein Republikaner ins Weiße Haus ein, ohne Ohio gewonnen zu haben. Mit Interesse wird jetzt die Reaktion von Obamas republikanischem Herausforderer Mitt Romney erwartet.

+++ 19.00 Bislang 97 Tote durch "Sandy" +++
Der Supersturm "Sandy" hinterlässt eine Spur der Verwüstung und viele Tote. In den USA steigt die Opferzahl offiziell auf 29. Demnach seien ein weiterer Toter in Pennsylvania und zwei Opfer in Virginia geborgen worden. Insgesamt werden laut CNN 15 Tote aus New York gemeldet, je drei aus New Jersey und Pennsylvania, je zwei aus Maryland, Connecticut und Virginia, einer aus West Virginia, und ein Mensch starb beim Untergang der "Bounty". Bislang eine Person kam in Kanada ums Leben. Zuvor starben 67 Menschen in der Karibik, davon allein 51 in Haiti. Zusammen starben also bislang 97 Menschen an den Folgen des Wirbelsturms "Sandy".

+++ 18.33 Acht Millionen Menschen ohne Strom +++
Nach Angaben des Washingtoner Energieministeriums wurden Stromausfälle bei mehr als 8.114.000 Kunden verzeichnet. Der am schwersten betroffene Bundesstaat war New Jersey, wo wegen "Sandy" 2,5 Millionen Haushalte keinen Strom hatten. Im Staat New York saßen zwei Millionen Stromkunden im Dunkeln, in Pennsylvania waren es 1,3 Millionen. New Jerseys Gouverneur Chris Christie sprach von "unvorstellbaren" Schäden, die der Sturm angerichtet habe.

+++ 18.10 Opferzahl steigt +++
Nach neuesten Angaben kommen beim Durchzug des Wirbelsturms in den USA und Kanada mindestens 26 Menschen ums Leben ums Leben. Das berichtet CNN. Der Sender Fox News berichtet sogar von 33 Toten. Allein in New York starben zehn Menschen. Sie wurden von umstürzenden Bäumen oder umherfliegenden Ästen getroffen oder kamen mit herunterhängenden Stromkabeln in Berührung. Die Behörden gehen von weiteren Opfern aus.

+++ 17.50 Amerikaner sorgen sich um Halloween +++
Möglicherweise muss in einigen Regionen der Ostküste das Gruseln ausfallen. Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, will erst kurzfristig entscheiden, ob er per Notverordnung an die Bürger appelliert, auf das grausige Treiben zu verzichten. Derzeit sei die Sicherheit der Akteure draußen vor der Tür nicht gewährleistet. Vor allem die Küstenlinie New Jerseys sei nahezu komplett zerstört worden. Dies sei gespenstig genug.

+++ 17.09 NYSE öffnet am Mittwoch +++
Nach zwei Tagen Handelspause will die New Yorker Börse NYSE am Mittwoch wieder öffnen. Geplant sei ein ganz normaler Handelstag, erklärt der Betreiber. Es werde allerdings auch ein Alternativ-Plan geprüft, aber "nur für den Fall der Fälle". Zuletzt war die Börse 1985 wegen eines Sturmes geschlossen geblieben - damals war Hurrikan "Gloria" der Grund. Auch nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 stand der Handel an der berühmten Wall Street still. Am 8. Januar 1996 hatte die NYSE wegen eines Wintersturms die Handelszeiten verkürzt.

+++ 16.47 Tausende Internetseiten lahmgelegt +++
"Sandy" legt an der US-Ostküste zahlreiche Rechenzentren lahm. Dadurch sind weltweit zehntausende Internetseiten abgeschaltet. An der Ostküste befinden sich nach Angaben von Datacentermap rund 150 Rechenzentren, in denen große Server untergebracht sind. Betroffen von den technischen Problemen war auch die Webseite der "Huffington Post".

+++ 16.18 "Sandy" übertrifft alle Befürchtungen +++
New Yorks Bürgermeister Bloomberg analysiert die Schäden für seine Stadt: Laut Stadtwerken und Katastrophenschutz ist "Sandy" die "schlimmste Naturkatastrophe, die New York jemals heimgesucht hat". Weiterhin sind 750.000 Einwohner ohne Strom, was noch zwei bis drei Tagen so bleiben wird. Die 67 Notunterkünfte bleiben vorerst geöffnet, bis die Betroffenen Übergangswohnungen gefunden haben. Das Verkehrssystem der Stadt wurde schwer beschädigt. Die U-Bahn bleibt vorerst geschlossen, Busse sollen morgen wieder fahren. Die Flughäfen bleiben mindestens bis morgen geschlossen, hier ist die Beleuchtung der Rollfelder zerstört. Geschlossen bleiben auch die Schulen. Insgesamt sind 18 Häuser abgebrannt und mindestens 10 Menschen ums Leben gekommen. Man müsse aber von einer weit höheren Opferzahl ausgehen.

+++ 15.45 Teile Manhattans länger ohne Strom +++
Die Explosion eines Umspannwerks in Manhattan wird noch tagelange Folgen für viele Tausend Haushalte in New York haben. Zwölf Stunden nach der Explosion steht das Gelände des Werkes noch unter Wasser. Erst wenn das Wasser abgelaufen ist, könnten sich nach Angaben des Betreibers Con Edison die Arbeiter ein Bild von der Situation vor Ort machen. Laut "New York Times" ist der Zeitpunkt der Wiederherstellung der Stromversorgung ungewiss.

+++ 15.28 U-Bahn in Washington fährt bald wieder +++
Nach dem Durchzug von Wirbelsturm "Sandy" sollen in der US-Hauptstadt die U-Bahnen und Busse in wenigen Stunden wieder fahren. Bereits ab 19.00 Uhr MEZ auf einige Linien beginnen. Mittwochmorgen solle alles wieder normal laufen.

+++ 15.13 Brände durch Notstromaggregate +++
Behörden warnen die Menschen vor allem in ländlichen Regionen vor dem unsachgemäßen Gebrauch ihrer Notstromaggregate. So seien bereits Brände ausgebrochen, weil sich Treibstoff beim Befüllen der Anlagen entzündete. Mehrere Häuser seien auf diese Weise abgebrannt und deren Bewohner verletzt worden.

+++ 15.02 "Sandy" schwäch sich ab +++
Der Wirbelsturm schwächt sich weiter ab und zieht Richtung Norden. Mit Windgeschwindigkeiten um 100 Stundenkilometer bringt er vor allem den Höhenlagen massive Schneefälle.

+++ 14.45 Vorsichtige Entwarnung für Washington +++
Die Flutwelle scheint den Potomac River passiert zu haben. Laut "Washington Post" sinkt der Wasserstand langsam aber beständig. Auch der Sturm sei vorübergezogen, nur noch einige Ausläufer streiften die Region der US-Hauptstadt.

+++ 14.11 Potomac River droht über die Ufer zu treten +++
Der Potomac River droht über die Ufer zu treten. Das berichtet die "Washington Post". Angeblich darf der Pegel nur noch um einen Fuß (ca. 30 Zentimeter) steigen, bevor es soweit ist.

+++ 13.48 Mehr als 13.000 Flüge gecancelt +++
Nach Angaben der Webseite "Flightstats" werden wegen des Hurrikans "Sandy" immer mehr Flüge gecancelt. Mittlerweile sind es mehr 13.000. Die drei Hauptflughäfen New Yorks bleiben vorerst geschlossen.

+++ 13.37 Wasseraufbereitungsanlage verseucht Fluss +++
Abwasser tritt aus einer Aufbereitungsanlage in Maryland aus und läuft in den nahen Little Patuxent River. Wie die "Washington Post" berichtet, handelt es sich um rund zwei Millionen Gallonen pro Stunde (7,6 Millionen Liter pro Stunde). Angesichts etlicher Katastrophenherde im Land haben die Behörden laut der Zeitung noch keine Maßnahmen eingeleitet, um den Überlauf zu stoppen.

+++ 13.17 Obama ruft Notstand aus +++
US-Präsident Barack Obama ruft für mehrere Regionen den Notstand aus. Betroffen sind laut der "New York Times" New York City, Long Island und acht Gemeinden im Bundesstaat New Jersey. Damit ist für die betroffenen Regionen der Weg frei für zusätzliche Finanzhilfen.

+++ 13.06 Tanker auf Grund gelaufen +++
Ein 700 Tonnen schwerer Tanker läuft vor Staten Island auf Grund. Der US-Nachrichtensender CNN zeigt Bilder des gewaltigen Schiffs, das bis zur Hälfte auf dem Strand der Insel vor New York liegt.

+++ 13.00 Verletzte durch falschen Generatoreinsatz +++
Drei Menschen kommen nach Angaben der "Washington Post" wegen schweren Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Da sie  - wie rund 7,5 Millionen andere US-Amerikaner - keinen Strom haben, versuchen sie, einen Generator zu nutzen. Vermutlich wegen mangelnder Frischluftzufuhr atmen sie zu viel Kohlenstoffmonoxid ein.

+++ 12.37 Rotes Kreuz richtet Notfall-Webseite ein +++
Hunderte, wenn nicht Tausende US-Amerikaner wollen wissen, ob es ihren Familienangehörigen, die auf dem Pfad des Supersturms "Sandy" leben, gut geht. Das amerikanische Rote Kreuz richtet nun eine Internetseite ein, auf der Menschen aus den Gefahrengebieten ihren Status veröffentlichen können.

+++ 12.19 Wind streut Feuer in Rockaway Park +++
Stunden nach dem Ausbruch des Feuers im New Yorker Viertel Rockaway Park gelingt es der Feuerwehr immer noch nicht, den Brand zu löschen. Ein Feuerwehrmann berichtet der "New York Times", dass der starke Wind das Feuer von einem Haus zum nächsten weht. Da die Kräfte kein Meerwasser zum Löschen nutzen können, fehlt es der Feuerwehr an ausreichend Wasserquellen. Auf die Frage, ob es Tote in Rockaway Park gibt, antwortet der Feuerwehrmann: "Wir wissen es nicht." Insgesamt sind von dem Feuer in der Nachbarschaft im Stadtteil Queens mehr als 70 Häuser betroffen.

+++ 12.08 Wasser in New York nicht verunreinigt +++
Die New Yorker haben etliche Sorgen: Eine davon ist die Trinkwasserversorgung. Die "Washington Post" gibt nun Entwarnung. Unter Berufung auf das Büro des Bürgermeisters berichtet das Blatt, dass die Menschen, die noch funktionierende Wasserhähne haben, ohne Bedenken daraus trinken könnten.

+++ 11.55 Nach Dammbruch: Hunderte werden evakuiert +++
Nach dem Dammbruch im Bundesstaat New Jersey beginnt eine gewaltige Evakuierungsaktion: Nach Angaben der "New York Times" versuchen Rettungskräfte mit Booten mehrere Hundert Bewohner der Stadt Moonachie in Sicherheit zu bringen. Bisher gibt es keine Berichte über Tote oder Verletzte. Moonachie liegt am Hackensack River. In dem Ort leben rund 2700 Menschen. Zwei weitere Orte sind betroffen.

+++ 11.34 Sandy bricht Damm +++
Die vom Wirbelsturm "Sandy" ausgelösten Überschwemmungen lösen im Norden des Bundesstaates New Jersey einen Dammbruch aus. Die Wassermassen bedrohen nahe gelegene Städte, wie der Polizeichef der Ortschaft Little Ferry im Sender CNN sagt. Tausende sind gefährdet. Laut dem Sender verharren etliche Menschen auf den Dächern ihrer Häuser. Rettungskräfte versuchen, Anwohner in Sicherheit zu bringen.

+++ 11.25 Rund 7,5 Millionen ohne Strom +++
Immer mehr Menschen sind durch den Sturm "Sandy" vom Stromnetz abgekoppelt. Bisher reichten die Schätzungen von 5 bis 6,5 Millionen Bürgern ohne Elektrizität. Nun geht die "Washington Post" von bis zu 7,5 Millionen aus.

+++ 11.15 Zahl der Toten steigt +++
Wirbelsturm "Sandy" kostet nach Angaben der "Washington Post" 16 Menschen das Leben. Damit steigt die Zahl der Toten weiter. Bisher war von 13 die Rede.

+++ 11.01 Plünderer nutzen das Chaos +++
Ein Großteil der US-Bürger versucht, sich vor "Sandy" in Sicherheit zu bringen. Genau das nutzen Plünderer jetzt offenbar aus. Die Polizei nimmt laut einem Bericht des Sendern NBC News einen Verdächtigen in Philadelphia fest, der in einem sturmverwüsteten Gebäude nach Beute sucht. Es ist der erste Bericht über Plünderungen während des Superstorms.

+++ 10.40 Stromversorger: unvergleichbarer Schaden +++
Schätzungsweise 6,5 Millionen Menschen in den USA haben keinen Strom. Supersturm "Sandy" richtet laut einem Sprecher des Stromversorgers Con Edison die schlimmsten Schäden in der Geschichte des Unternehmens an.

+++ 10.00 Rock and Roll Hall of Fame beschädigt +++
Supersturm "Sandy" beschädigt die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland im Bundesstaat Ohio. Das berichtet der Sender ABC. Wie schwer die Schäden sind, ist bisher nicht bekannt.

+++ 09.40 Feuerwehr kann Brand nicht eindämmen +++
Trotz eines massiven Feuerwehreinsatzes breitet sich das Feuer in der New Yorker Nachbarschaft "Rockaway Park" offenbar weiter aus. Wie CNN berichtet, stehen mittlerweile "mehrere Dutzend" Häuser in Flammen. 50 sind schon ausgebrannt. Zuvor war bei dem Sender noch von zehn Häusern die Rede, die noch in Flammen stehen. Angeblich ist der Wasserdruck für die Feuerlöscher nicht ausreichend.

+++ 09.22 Feuerwehr kämpft um Rockaway Park +++
Rund 200 Feuerwehrleute versuchen das Viertel "Rockaway Park" im New Yorker Stadtteil Queens zu retten. Das berichtet die "New York Times". Auf der Webseite der Tageszeitung sind Bilder von etlichen brennenden Häusern zu sehen. Funken sprühen. Laut CNN sind schon 50 Gebäude niedergebrannt.

+++ 08.53 Rockaway Park brennt
Im Viertel "Rockaway Park" im New Yorker Stadtteil Queens wütet ein Feuer. Nach Angaben von CNN sind 50 Häuser ausgebrannt. Zehn stehen noch in Flammen.

+++ 08.25 Frau stirbt durch Stromschlag
Die Zahl der Toten steigt auf mindestens 13. Nach und nach dringen immer mehr Details über die Umstände, die den Menschen das Leben kosteten, an die Öffentlichkeit. Wie der Sender CNN berichtet, stirbt eine Frau durch einen Stromschlag, als sie in eine Pfütze tritt. Der Supersturm "Sandy" hat etliche Strommasten umgeknickt, Kabel liegen auf dem Boden. Das größte Problem ist allerdings weiterhin, dass es vielerorts überhaupt keinen Strom gibt. Medienberichten zufolge müssen derzeit zwischen 5 und 6,5 Millionen Menschen ohne Elektrizität auskommen.

+++ 08.04 "Schlimmstes Desaster"
Erstmals bewertet ein Vertreter der New Yorker Verkehrsbehörde die Folgen des Supersturms "Sandy". Joseph J. Lhota, Chef der "Metropolitan Transportation Authority" (MTA), sagt der "New York Times": "Die New Yorker Metro ist 108 Jahre alt. Aber wir haben niemals ein Desaster erlebt wie das der vergangenen Nacht." Sieben U-Bahn-Schächte sind überschwemmt.

+++ 07.05 Umspannwerk explodiert +++
In einem New Yorker Umspannwerk gibt es eine Explosion. Bilder zeigen einen gewaltigen Feuerball aus der Anlage in der Lower East Side von Manhattan aufsteigen. Berichte über eingeschlossene Arbeiter, Verletzte oder gar Tote bestätigt der Stromversorger ConEdison zunächst nicht. Allein die Explosion, deren Ursache noch unklar ist, schneidet 250.000 Menschen vom Netz ab. Nach Angaben der "New York Times" haben fast sechs Millionen US-Amerikaner keinen Strom.

+++ 06.50 Krankenhaus wird evakuiert +++
Rund 200 Patienten des "NYU Langone Medical Center" werden nach Angaben von CNN evakuiert. Sie werden nach einem kompletten Stromausfall auf andere Krankenhäuser verteilt. Da Telefone immer wieder versagen, können Angehörige oft nicht über den Verbleib ihrer kranken Familienmitglieder informiert werden. Unterdessen lief der Keller des Klinik-Komplexes "Bellevue Hospital Center" mit Wasser voll. Das Krankenhaus musste auf die Notstromversorgung umschalten. Das Notfall-Management des Hauses sagt, höchste Priorität habe es jetzt, die Versorgung des Aggregats mit Treibstoff aufrechtzuerhalten und weitere Wasserpumpen zu beschaffen.

+++ 04.50 Alarm in Atomkraftwerk Oyster Creek +++
Wegen des bedrohlich ansteigenden Wasserspiegels wird Alarm im Kernkraftwerk Oyster Creek südlich von New York ausgelöst, teilt die US-Atomaufsichtsbehörde NRC mit. Das Kraftwerk sei bereits abgeschaltet. Oyster Creek ist seit 1969 am Netz und das älteste laufende Atomkraftwerk der USA.

+++ 03.59 CNN: Elf Tote in fünf Bundesstaaten +++
Laut CNN steigt die Zahl der Toten auf elf. Fünf Tote gibt es in New York, drei in New Jersey, je einen in Connecticut und West Virginia sowie beim Untergang der "Bounty" vor der Küste von North Carolina. Wasser dingt in New Yorker U-Bahn-Schächte.

+++ 03.20 CNN: NYSE steht nicht unter Wasser +++
CNN meldet, die New Yorker Börse stehe doch nicht unter Wasser. Unterdessen zieht sich die Flut zurück, das Wasser läuft aus New York ab.

+++ 03.01 Geborgenes Crew-Mitglied der "Bounty" ist tot +++
Die Frau, die Crew-Mitglied des in Seenot geratenen Filmschiffs "Bounty" war und am Montagabend (Ortszeit) aus dem Wasser gezogen wurde, ist tot. Das bestätigt ein Sprecher des Albemarle-Krankenhauses in Elizabeth City im Bundesstaat North Carolina. Die 42-Jährige war ohnmächtig von der US-Küstenwache geborgen und dann in die Klinik geflogen worden. Der 63 Jahre alte Kapitän des Schiffes wird weiter vermisst.

+++ 02.43 CNN-Meteorologe: 90 cm Wasser in der NYSE +++
Der Meteorologe des Senders CNN sagt, in der New York Stock Exchange stehe das Wasser 90 Zentimeter hoch.

+++ 02.40 CNN meldet fünf Tote in New York +++
Laut CNN kommen allein in New York fünf Menschen durch "Sandy" ums Leben. Eine weitere Person sei in Connnecticut ums Leben gekommen, als ein Baum umstürzte. Der Sender CBS hatte zuvor vier Tote in vier Bundesstaaten gemeldet.

+++ 01.53 Erster Toter durch "Sandy" in New York +++
In New York wird das erste Todesopfer im Zusammenhang mit "Sandy" gemeldet. Nach Angaben des Senders CBS wird ein Mann im Stadtteil Queens von einem Ast erschlagen. Der Ast habe das Dach eines Holzhauses durchschlagen und den etwa 30 Jahre alten Mann getötet

+++ 01.10 "Sandy" geht in New Jersey an Land +++
Wirbelsturm "Sandy" trifft auf die Küste der USA. Nach Angaben des Hurrikan-Zentrums erreicht er im südlichen New Jersey die Küste.

+++ 01.01 Autos treiben durch die Wall Street +++
In Lower Manhattan in New York stehen viele Straßen unter Wasser. Durch die Wall Street sollen nach Angaben der "New York Times" Autos treiben. In der Gegend am Battery Park steht das Wasser dem Blatt zufolge mehr als 3,20 Meter hoch und damit höher als beim Rekordhochwasser von 1960, als Hurrikan "Donna" für Überflutungen sorgte. Erwartet wird ein Hochwasser von 3,60 Metern. Die beiden Stadtautobahnen um Manhattan sind komplett überflutet.

+++ 00.57 "Sandy" wird zu "Winter-Zyklon" +++
Kurz vor dem Aufprall an Land verliert "Sandy" die Einstufung als Tropensturm. Das Nationale Hurrikan-Zentrum bezeichnet "Sandy" als einen "nach-tropischen Zyklon", da der Sturm die Struktur eines Winter-Tiefdruckgebiets angenommen habe. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern wird "Sandy" den Experten zufolge das Festland aber weiterhin mit Hurrikanstärke erreichen.

+++ Dienstag, 00.39 Mehrstöckiges Haus in New York bricht zusammen +++
Erste Ausläufer von "Sandy" lassen in New York ein mehrstöckiges Haus teilweise zusammenkrachen. Das Gebäude im Stadtteil Chelsea im südwestlichen Teil von Manhattan sei eingestürzt, meldet die New Yorker Feuerwehr. Ob Menschen in dem vierstöckigen Haus waren, ist noch unbekannt.

+++ 23.58 Einer der vermissten Seeleute gerettet +++
Die US-Küstenwache rettet eines der beiden noch vermissten Crew-Mitglieder des Filmschiffs "Bounty". Die 42 Jahre alte Frau sei ohnmächtig aus dem Wasser gezogen und in ein Krankenhaus gebracht worden, berichten US-Medien. Der 63 Jahre alte Kapitän des Schiffes wird weiter vermisst. Die 16 Mann starke Besatzung hatte den Dreimaster etwa 150 Kilometer südöstlich von North Carolina aufgegeben, war in Rettungsboote gestiegen und hatte Hilfsrufe gefunkt.

+++ 23.08 "HMS Bounty" sinkt, 14 gerettet, 2 vermisst +++
14 Mitglieder der Besatzung des Nachbaus der "HMS Bounty" werden mit Hubschraubern von der US-Küstenwache vor der Küste von North Carolina gerettet, zwei Besatzungsmitglieder werden weiterhin vermisst. Die Küstenwache setzt ihre Suche nach den beiden Personen fort. Ursprünglich hieß es, auf dem Schiff befänden sich 17 Personen. Der Dreimaster war für den Film "Meuterei auf der Bounty" von 1962 gebaut worden, auch in einem Film der Reihe "Fluch der Karibik" spielte das Schiff mit. Es befand sich auf einer Fahrt von New London in Connecticut nach St. Petersburg in Florida. Die "Bounty" schlägt leck und geht unter. Hier ein Film der Coast Guard von der Rettungsaktion.

+++ 22.50 Hunderttausende ohne Strom +++
CNN meldet, bis zum Montagnachmittag (Ortszeit) seien bereits 765.000 Haushalte in sieben Bundesstaaten ohne Strom gewesen. Im Großraum New York sind nach Angaben der "New York Times" 68.700 Haushalte ohne Strom. Die Zahl werde weiter steigen, sagt der örtliche Energieversorger Consolidated Edison. Die meisten Stromausfälle gehen auf umgefallene Bäume und Äste zurück, die Stromleitungen umreißen.

+++ 22.28 Musiker bläst "Sandy" den Marsch +++
Mitten im stürmischen New York bläst ein einsamer Musiker dem Hurrikan den Marsch. Der Franzose Jacques LeTalon steht mit Schal und Mantel in der Upper East Side und spielt gefühlvolle Jazzmelodien. Er komme aus New Orleans, wo man Kummer mit Wirbelstürmen gewohnt sei. "Und wenn einer kommt, machen die Menschen einfach Musik. Und ich dachte mir: So sollten wir doch auch reagieren."

+++ 22.12 Landfall um Mitternacht MEZ +++
"Sandy" wird nach neuesten Berechnungen gegen Mitternacht (MEZ) das Festland der US-Ostküste erreichen. Der Sturm ist derzeit noch 180 Kilometer von Atlantic City entfernt. Dort werden bereits Hunderttausende Anwohner aus den ufernahen Regionen in Sicherheit gebracht.

+++ 21.49 Gouverneur: Todesopfer wohl unvermeidbar +++
Die Behörden an der US-Ostküste richten sich auf Todesopfer durch das schwere Unwetter ein. Der Gouverneur von Maryland warnt die Menschen in seinem Bundesstaat, dass es Tote geben werde. "Sandy" werde 24 bis 36 Stunden über Maryland hängen, sagt Martin O'Malley. "Es wird Leute geben, die durch diesen Sturm getötet werden."

+++ 20.52 Vermisste Franzosen sind wohlauf +++
Die nach dem Tropensturm in der Karibik vermissten Franzosen sind wohlauf. Nach Angaben der Rettungskräfte waren die vier Männer und zwei Frauen während des Unwetters nicht wie vermutet in einem Boot unterwegs. Sie waren auf einem Ausflug auf Martinique. Zu diesem Zeitpunkt war "Sandy" schon vorbeigezogen. Zuvor war zu Wasser und zu Luft nach den Franzosen gesucht worden.

+++ 19.44 New Yorker erobern die Stadtautobahnen +++
Wenige Stunden vor "Sandys" Eintreffen tanzen die New Yorker auf den wegen des Sturms gesperrten Stadtautobahnen Manhattans. Viele spazieren einfach über die sechsspurigen Schnellstraßen, die sonst von Hunderttausenden Autos verstopft werden. Manche tanzen sogar. "Ich will einfach diese einmalige Gelegenheit nutzen", sagt eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter. "Wir lachen 'Sandy' einfach ins Gesicht und tanzen auf den Straßen." Allerdings sei sie Realistin: "Wenn der Sturm dann da ist, sind wir wieder drin."

+++ 19.14 Schon Zehntausende ohne Strom +++
Die Meteorologen korrigieren ihre Angaben erneut nach oben: "Sandy" wird beständig stärker, der Landfall wird gegen 01.00 Uhr MEZ südlich von New York erwartet. Dort soll es bis zu sechs Meter hohe Flutwellen geben. Einzelne New Yorker Stadtteile könnten dann drei Meter unter Wasser stehen. Schon jetzt sind 61.000 Menschen an der Ostküste ohne Strom.

+++ 18.21 "Sandy" treibt Investoren in Anleihen +++
Die Flucht in Sicherheit bringt die Notierungen der US-Anleihen nach oben. An den Märkten grassiert die Furcht wegen möglicher Schäden durch "Sandy". Aus diesem Grund findet an den Anleihenmärkten lediglich ein bis 17.00 Uhr deutscher Zeit ein verkürzter Handel statt. Am Dienstag fällt der Anleihenhandel ganz aus. Auch die NYSE öffnet erst wieder am Mittwoch - sofern die Lage es zulässt.

+++ 17.38 Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe erwartet +++
Die auf Risikoabschätzung spezialisierte Firma Eqecat rechnet nach eigenen Angaben mit versicherten Verlusten von fünf bis zehn Milliarden Dollar. Die wirtschaftlichen Schäden durch "Sandy" dürften sich demnach auf zehn bis 20 Milliarden Dollar belaufen. Zum Vergleich: Der Hurrikan "Irene" führte nach Eqecat-Angaben im vergangenen Jahr zu wirtschaftlichen Schäden von etwa zehn Milliarden Dollar.

+++ 17.10 "Sandy" wird 100 km südlich von New York erwartet +++
Der Wirbelsturm "Sandy" bewegt sich unaufhaltsam auf die Küste der USA zu und soll im Laufe des Abends (Ortszeit) südlich von New York an Land treffen. Nach Einschätzung des Hurrikanzentrums in Florida sollte das Auge des Sturms im südlichen New Jersey, gute 100 Kilometer südlich des "Big Apple", die Küste erreichen. Der Sturm bewegt sich mit etwa 30 Kilometern in der Stunde voran und hat eine Größe von rund 1500 Kilometer im Durchmesser.

+++ 16.47 Obama "rau" in Washington gelandet +++
Rechtzeitig vor dem befürchteten Jahrhundertsturm kehrt US-Präsident Barack Obama von einer Wahlkampftour in Florida nach Washington zurück. Laut seinem Sprecher Jay Carney erlebt der Präsident eine "recht raue Landung" auf dem Luftwaffenstützpunkt St. Andrews. Von dort eilt Obama zum Weißen Haus, wo er eine Sitzung des Krisenstabs leiten wird. Gegen 13.00 Uhr (Ortszeit) werde sich Obama "mit einer Erklärung an das amerikanische Volk" wenden.

+++ 16.21 New York schließt Tunnel +++
Wegen des herannahenden Hurrikans werden zwei wichtige Tunnel in NYC geschlossen. Ab sofort dürfen keine Autos mehr durch den Holland Tunnel fahren, der unter dem Hudson River verläuft und Manhattan mit New Jersey verbindet. Das Gleiche gilt für den Brooklyn-Battery Tunnel, der unter dem East River liegt und Manhattan mit Brooklyn verknüpft. Beides sind Verkehrs-Nadelöhre.

+++ 15.58 Bank erlässt Zuschläge +++
Vor "Sandy" werden sogar die nicht gerade für ihre Großzügigkeit bekannten New Yorker Banken weich: Die Chase Manhattan Bank setzt die Verspätungszinsen für ihre Kunden aus - damit die während des Riesensturms bloß nicht vor die Tür müssen. In den USA zahlt man statt per Überweisung in der Regel noch mit Schecks, die verschickt oder zur Bank gebracht werden. "Wir wollen Ihnen helfen, den Sturm so gut es geht zu überstehen", hieß es in einer Mitteilung. Deshalb könnten Ausstände bis zum Mittwoch ignoriert werden. "Bis zum Donnerstagabend bringen Sie ihr Konto bitte wieder in Ordnung."

+++ 15.14 Sechs Franzosen verschollen +++
Wegen des Hurrikans "Sandy" werden in der Karibik sechs Franzosen vermisst. Sie waren mit einer Freizeitjacht zwischen den Inseln Martinique und Dominica unterwegs. Seit Sonntagabend fehlt von ihnen jede Spur. Wegen "Sandy" gibt es in der Region einen hohen Wellengang. An dem Sucheinsatz beteiligt sich auch ein Flugzeug des französischen Zolls. Beim Durchzug des Hurrikans sind in den vergangenen Tagen mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen.

+++ 14.39 Europa kann beruhigt sein +++
Vor Stürmen wie dem Hurrikan "Sandy" müssen die Menschen in Europa wohl keine Angst haben. Es sei praktisch unmöglich, dass ein derartiger Wirbelsturm etwa Deutschland erreiche, beruhigt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Demnach entstehen Hurrikane nur dort, wo die Wassertemperaturen über 27 Grad beträgt - also im subtropischen Atlantik - und ziehen dann meistens in die Golfregion. Bevor sie in Europa aufschlagen könnten, müssten die Riesenstürme über den Atlantik ziehen - dabei würde sie das kältere Wasser abschwächen.

+++ 14.01 Hannover Rück bleibt ruhig +++
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück beobachtet den auf die US-Ostküste treibenden Hurrikan "Sandy" als "normales Ereignis zum Ende der Sturmsaison". Nach weiteren Angaben einer Sprecherin ist noch fraglich, ob er an Land die gleiche Intensität haben werde. Im vergangenen Jahr sei Hurrikan "Irene" ähnlich hoch eingestuft worden, habe an Land aber nur noch die Stärke eines tropischen Sturms erreicht. Die Schäden durch "Irene" hätten für Hannover Rück 26 Millionen Euro erreicht. Zum Vergleich: Bei Hurrikan "Katrina" lag der Betrag 2005 demnach bei 500 Millionen Euro.

+++ 13.30 Dreimaster in Seenot +++
Wegen des Hurrikans "Sandy" ist ein Dreimaster vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina in Seenot geraten. Die 17 Besatzungsmitglieder der "HMS Bounty", ein Nachbau des legendären Schiffs aus dem 18. Jahrhundert, sei am Montag mit Überlebensanzügen und Rettungswesten in zwei Rettungsboote gestiegen, teilte die US-Küstenwache mit. Nun solle schnellstmöglich eine Rettungsaktion starten.

+++ 13.05 Rot-Kreuz-App hilft Flüchtenden +++
Das US-amerikanische Rote Kreuz meldet, dass es in sieben Bundesstaaten Evakuierungszentren eingerichtet hat. Zudem nimmt die Organisation eine App in Betrieb, mit deren Hilfe Orte zu finden sind, an denen es Versorgungsmöglichkeiten gibt.

+++ 12.37 Obama sagt weiteren Auftritt ab +++
Wegen Hurrikan "Sandy" sagt US-Präsident Barack Obama einen weiteren Wahlkampfauftritt ab. Wegen "sich verschlechternder Wetterbedingungen" rund um die Hauptstadt Washington wird Obama nicht an einem Termin in Orlando im Bundesstaat Florida teilnehmen. "Der Präsident wird ins Weiße Haus zurückkehren, um die Vorbereitungen auf und ersten Maßnahmen wegen des Hurrikans 'Sandy' zu beaufsichtigen", hieß es. Obama hatte wegen des Sturms bereits einen Wahlkampfauftritt in Youngstown im Bundesstaat Ohio abgesagt.

+++  12.17 Navy verlegt Schiffe +++
Die Schiffe der Navy, die im Hafen Norfolk im Bundesstaat Virginia liegen, werden verlegt. 61.000 Mitglieder der Nationalgarde sind in Katastrophen-Bereitschaft.

+++ 11.55 ZKB stuft Swiss Re herunter +++
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) stuft Swiss Re mit der Sorge herab, Hurrikan "Sandy" könnte dem Rückversicherer erhebliche Kosten verursachen. Im Großraum New York könnte erheblicher Wert zerstört werden, heißt es. Es seien sogar schwerere Schäden vorstellbar als in Folge des Hurrikans "Katrina" im Jahr 2005. Er verursachte Versicherungsschäden im Wert von 72 Milliarden Dollar. Swiss Re habe damals 1,2  Milliarden Dollar zahlen müssen.

+++ 11.39 New York und Washington rüsten sich +++
Die Vorbereitungen auf "Sandy" an der US-Ostküste laufen auf Hochtouren. In der am dichtesten besiedelten Region des Landes steht der öffentliche Nahverkehr vielerorts still, so auch in der Finanzmetropole New York. Schulen, Läden sowie Behörden bleiben auch in der Hauptstadt Washington geschlossen. Tunnel und Brücken sind gesperrt sowie Küstengebiete evakuiert.

+++ 11.14 Pfizer verschiebt Zahlen +++
Der US-Pharmakonzern Pfizer verschiebt die Bekanntgabe seiner Zahlen für das dritte Quartal wegen des anrückenden Hurrikans. Wie der weltgrößte Pharmahersteller mitteilt, verschieben sich die Vorlage der Quartalsbilanz sowie eine Telefonkonferenz für Analysten vom 30. Oktober auf den 1. November.

+++ Montag, 10.58 Fraport streicht Flüge +++
Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt werden wegen "Sandy" zwölf Flüge in die USA gestrichen. Betroffen seien Passagiere mehrerer Airlines, sagt ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Die meisten der Maschinen sollten in Richtung New York abheben, abgesagt wurden auch Flüge nach Boston, Washington und Philadelphia. Fluggästen wird geraten, sich bei ihren Fluggesellschaften zu informieren.

50 Millionen Menschen sind betroffen, wenn Hurrikan "Sandy" auf die US-amerikanische Ostküste prallt. Überschwemmungen drohen, sogar Springfluten. Wetterexperten erwarten einen Monstersturm. Verfolgen Sie das Geschehen im n-tv.de Liveticker. Zudem zeigen wir einen Livestream von der Küste in New York.

Quelle: n-tv.de

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