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Spanien hat bislang nur 1000 Flüchtlinge aufgenommen - dagegen protestierten die Teilnehmer der Demonstration.
Spanien hat bislang nur 1000 Flüchtlinge aufgenommen - dagegen protestierten die Teilnehmer der Demonstration.(Foto: imago/Agencia EFE)

Großdemonstration in Barcelona: 160.000 fordern Aufnahme von Flüchtlingen

Spanien hat sich im Rahmen der EU-Vereinbarung dazu verpflichtet, 17.000 Flüchtlinge aufzunehmen. Bislang sind nur 700 von ihnen im Land. In Barcelona demonstrieren nun Zehntausende Menschen für mehr Engagement der Regierung.

Bei einer Großdemonstration in Barcelona haben Zehntausende Menschen die spanische Regierung zur Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus Kriegsgebieten aufgerufen. Die örtlichen Behörden bezifferten die Teilnehmerzahl auf rund 160.000, wie "El País" berichtete. Die Veranstalter sprachen demnach von 300.000 Menschen.

Zu der Massenkundgebung hatte die Nichtregierungsorganisation "Casa Nostra Casa Vostra" (Mein Haus ist dein Haus) aufgerufen. Sie stand unter dem Motto: "Schluss mit den Ausreden! Nehmen wir sie jetzt auf!"

Die Organisatoren hatten die Teilnehmer gebeten, blaue Kleidung und blaue Flaggen zu tragen, damit der Menschenzug - der sich seit dem Nachmittag in Richtung des Zentrums der katalanischen Metropole bewegte - wie eine gewaltige Welle wirkte. Spanien und die Europäische Union müssten endlich ihrer Verpflichtung nachkommen, notleidenden Menschen aus Konfliktregionen Zuflucht zu gewähren und eine integrative Gesellschaft aufzubauen, hieß es.

"El País" berichtete, die Regierung von Mariano Rajoy habe sich gegenüber der EU zur Aufnahme von 17.000 Flüchtlingen verpflichtet - bisher seien aber nur etwa 700 ins Land gekommen.

Quelle: n-tv.de

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