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Der Polizei sagt er, er wolle noch kurz eine Zigarette rauchen.
Der Polizei sagt er, er wolle noch kurz eine Zigarette rauchen.(Foto: dpa)

Abschiebung trotz Integration: 18-Jähriger springt in Köln-Bonn in die Tiefe

Ein Jugendlicher will sich mit einem Sprung in die Tiefe seiner Abschiebung aus Deutschland entziehen. Der 18-Jährige aus Meschede sollte zurück in seine Heimat Armenien gebracht werden. Er hatte die Schule absolviert und einen Ausbildungsplatz sicher.

Um seiner Abschiebung zu entgehen, hat sich ein 18-jähriger Armenier am Flughafen Köln/Bonn aus sieben Metern Höhe in die Tiefe gestürzt. Er habe der Polizei gesagt, er wolle noch eine Zigarette rauchen. Dann sei er über eine Brüstung gesprungen, sagte ein Sprecher des Hochsauerlandkreises, wo der Flüchtling zuvor gewohnt hatte. "Er hat sich ein Bein gebrochen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert." Trotz des dramatischen Zwischenfalls schoben die Beamten die 20-jährige Schwester des Mannes alleine in ihre Heimat Armenien ab.

Im Umfeld der Familie hatte die drohende Abschiebung für Unverständnis gesorgt. Mitschüler des 18-Jährigen hatten vor dem Kreishaus in Meschede protestiert. Der junge Mann stand kurz vor seinem Realschulabschluss und hatte bereits einen Ausbildungsplatz in Deutschland sicher.

Unlängst war ein 21-Jähriger Albaner in Rostock auf der Flucht vor seiner Abschiebung aus dem 6. Stockwerk gestürzt. Die Polizei wollte den Mann aus seiner Wohnung holen. Bei seiner Flucht vor der Polizei stürzte er aus dem Fenster und überlebte schwer verletzt.

Quelle: n-tv.de

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