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Der Ruf nach ausländischen Fachkräften wird in der Pflege immer lauter.
Der Ruf nach ausländischen Fachkräften wird in der Pflege immer lauter.(Foto: picture alliance / dpa)

Eklatanter Personalmangel: 2016 fehlen 40.000 Pflegekräfte

Schon heute werden examinierte Altenpfleger händeringend gesucht. Im Schnitt der vergangenen zwölf Monate kamen auf 100 freie Stellen nur 39 arbeitsuchende Pflegefachkräfte. Für die nächsten Jahre ist keine Besserung in Sicht. Ganz im Gegenteil: Die Lage spitzt sich dramatisch zu.

Der Fachkräftemangel in der Pflegebranche wird laut Bundesagentur für Arbeit (BA) in den kommenden Jahren immer akuter. Ende 2016 fehlten voraussichtlich knapp 19.000 examinierte Altenpflegefachkräfte und ebenso viele einfache Pflegehelfer, heißt es in einem BA-Bericht zur Situation in der Altenpflege, der der "Rheinischen Post" vorliegt. Insgesamt geht die Nürnberger Arbeitsverwaltung demnach von fast 40.000 fehlenden Pflegekräften in drei Jahren aus.

Bei den Pflegefachkräften zeichnen sich dem Papier zufolge bereits heute Engpässe ab. So sei die Arbeitslosigkeit unter examinierten Pflegern in den fünf Jahren von August 2008 bis August 2013 um 52 Prozent zurückgegangen. Die Nachfrage nach Pflegefachkräften sei im gleichen Zeitraum um 126 Prozent gestiegen. "Im Schnitt der letzten zwölf Monate kamen auf 100 gemeldete Stellen lediglich 39 arbeitslose Altenpflegefachkräfte", so die Arbeitsagentur.

Bei den Pflegehelfern registriert die BA dagegen aktuell noch keinen Mangel: Auf 100 offene Stellen kämen 802 arbeitslose Helfer. Allerdings sei auch hier die Nachfrage seit August 2008 explosionsartig gestiegen: um 155 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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