Politik

USA befürchten Schlimmes40 Prozent mehr CO2 bis 2030

27.05.2009, 21:39 Uhr

Angesichts dieser Prognose sei bis zum Jahr 2015 mit einem Rohölpreis von 110 Dollar pro Barrel (159 Liter) und 130 Dollar bis zum Jahr 2030 zu rechnen, hieß es in der EIA-Studie weiter.

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Auf dem Genfer Autosalon wurde CO2 ganz groß geschrieben. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der weltweite Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid wird nach US-Einschätzung bis 2030 um knapp 40 Prozent wachsen, wenn keine wirksamen Gegenmaßnahmen getroffen werden. Vor allem durch die steigende Nachfrage von Schwellen- und Entwicklungsländern werde der Energiebedarf in dem Zeitraum zwischen 2006 und 2030 um 44 Prozent wachsen, heißt es in einer Studie der staatlichen Energie-Informationsbehörde (EIA). Trotz der zunehmenden Bedeutung von erneuerbaren Energien bleibe dabei der Anteil fossiler Brennstoffe wie Öl und Kohle weiter hoch.

Angesichts dieser Prognose sei bis zum Jahr 2015 mit einem Rohölpreis von 110 Dollar pro Barrel (159 Liter) und 130 Dollar bis zum Jahr 2030 zu rechnen, hieß es in der EIA-Studie weiter.

Viel zu viel

Sollten Regierungen nicht wirksam gegen den wachsenden Ausstoß von CO2 vorgehen, könnte die Menge des Treibhausgases bis 2015 zunächst auf 33 Milliarden Tonnen steigen und 2030 dann auf 40 Milliarden, nach 29 Milliarden Tonnen im Jahr 2006. Die EIA unterstreicht in ihrem Bericht, dass die Analyse von den gegenwärtig bestehenden Regulierungen und Gesetzen ausgeht. Der Energie-Behörde zufolge wird über die nächsten zwei Jahrzehnte rund 94 Prozent der zusätzlichen Nachfrage aus Schwellenländern wie China oder Brasilien kommen.

Ein solcher CO2-Ausstoß würden ein Scheitern des Klimaschutzes bedeuten: Selbst wenn die gegenwärtige Emissionsrate konstant bliebe, würden wir zu viele Treibhausgase ausstoßen. Ein Anstieg des globalen Temperaturmittelwerts um mehr als 2 Grad wäre wahrscheinlich. 2 Grad gilt als Grenze des Beherrschbaren.

Der US-Kongress berät derzeit ein umfangreiches Gesetzespaket über ein System zum Emissionshandel, das es in den USA bislang nicht gibt. Danach soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um 17 Prozent unter das Niveau von 2005 gedrückt werden und danach um 80 Prozent bis zum Jahr 2050. In Europa ist hingegen eine Reduzierung um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 bis 2020 angepeilt.

Quelle: dpa/hvo