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Unter den Abgewiesenen sind Iraner, Pakistaner, Bangladescher und Flüchtlinge aus afrikanischen Staaten.
Unter den Abgewiesenen sind Iraner, Pakistaner, Bangladescher und Flüchtlinge aus afrikanischen Staaten.(Foto: AP)

Mazedonien macht dicht: Abgewiesene werden nach Athen geholt

Im Grenzgebiet zwischen Griechenland und Mazedonien spielt sich ein Drama ab. Nur noch Syrer, Iraker und Afghanen dürfen passieren. Für Hunderte Iraner sterben Träume. Die griechische Regierung trifft eine Entscheidung.

Die rund 1500 Migranten, die an der griechisch-mazedonischen Grenze von der mazedonischen Polizei an der Einreise gehindert werden, sollen nach Athen gebracht werden. Der für Migration zuständige Vizeminister Ioannis Mouzalas sagte dem griechischen Radiosender Alpha989, er erwarte, dass die Grenze zu Mazedonien sich für diese Menschen nicht mehr öffnen werde.

Die Balkanländer lassen seit der vergangenen Woche nur noch Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in Richtung Westeuropa passieren. Menschen aus anderen Ländern werden als Wirtschaftsflüchtlinge eingestuft und zurückgewiesen. Die 1500 Migranten an der Grenze zu Mazedonien stammen überwiegend aus dem Iran.

An der Grenze kommt es seit über einer Woche zu Protestaktionen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Seit Tagen werden zudem die Bahnschienen besetzt und griechische Züge können nicht passieren. Ioannis Mouzalas kritisierte im Gespräch mit dem Radiosender den Nachbarn Mazedonien. "Die Flüchtlinge auf Basis ihrer Nationalität einzuteilen, verstößt gegen das Völkerrecht", sagte er.

Quelle: n-tv.de

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