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AfD-Kundgebungen in Jena (Archivbild vom 20.01.).
AfD-Kundgebungen in Jena (Archivbild vom 20.01.).(Foto: picture alliance / dpa)

Mehrere Verletzte in Jena: AfD-Kundgebung endet blutig

Rund 550 AfD-Anhänger stehen am Abend im thüringischen Jena rund 2500 Demonstranten gegenüber, die Stimmung ist aufgeheizt. Obwohl die Polizei mit mehreren Hundertschaften vor Ort ist, sind die Beamten augenscheinlich überfordert.

Am Rande einer Kundgebung der AfD sind im thüringischen Jena mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurden am Abend fünf Anhänger der rechtskonservativen Partei vor Beginn der Veranstaltung angegriffen. Zwei von ihnen seien mit Verletzungen im Gesicht in ein Krankenhaus gekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Ein Polizist wurde leicht von einer Person verletzt, die zu der AfD-Veranstaltung gelangen wollte. Welchem politischen Lager sie angehörte, war zunächst unklar. Zudem nahm die Polizei einen Gegendemonstranten nach einer Rangelei mit einem Sympathisanten der Alternative für Deutschland fest.

Nach Angaben der Polizeisprecherin demonstrierten rund 2500 Menschen gegen die AfD-Kundgebung. Dem Aufruf der Partei seien etwa 550 Anhänger gefolgt. Mehrere hundert Polizisten waren im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.

Die Beamten setzten der Sprecherin zufolge Pfefferspray ein, als Teilnehmer der Gegenproteste Absperrungen durchbrechen wollten. Bei einem Polizeifahrzeug wurde die Frontscheibe eingeworfen. Außerdem wurde den Angaben zufolge Anzeige gegen einen AfD-Anhänger erstattet, weil er verfassungsfeindliche Symbole gezeigt haben soll.

Etwa 150 Gegendemonstranten gelang es trotz massiver Polizeiabsperrungen, zum Veranstaltungsort der AfD vorzudringen. Die Einsatzkräfte verhinderten aber ein Aufeinandertreffen beider Seiten Die Demonstranten hielten den AfD-Anhängern rote Karten entgegen.

Quelle: n-tv.de

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