Politik

Euro-Kritiker Lucke macht düstere Prognosen: AfD: Merkel verdient die Abwahl

Die neugegründete Alternative für Deutschland steht in den Umfragen nicht gut da. 3 Prozent würden nicht reichen für den Bundestag. AfD-Chef Lucke macht den Frontalangriff.

Lucke muss um jede Stimme kämpfen.
Lucke muss um jede Stimme kämpfen.(Foto: dpa)

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) warnt vor einer Rückkehr der Eurokrise und wirft Kanzlerin Angela Merkel vor, die drohenden Gefahren bewusst aus dem Wahlkampf herauszuhalten. AfD-Chef Bernd Lucke sagte: "Die Regierung versucht mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, die Eurokrise aus dem Bewusstsein der Bürger zu verdrängen. Das ist eine gezielte und verantwortungslose Strategie", so Lucke. Merkel habe es verdient, abgewählt zu werden.

Die Eurokrise sei nicht vorbei, betonte der Wirtschaftsprofessor, der 33 Jahre der CDU angehörte. "Wir werden nach den Wahlen sehr schnell wieder schlechte Nachrichten hören." Griechenland stehe am Rande der Zahlungsunfähigkeit, es werde in Kürze einen weiteren Schuldenschnitt geben müssen - mit schwersten Verlusten auch für die deutschen Steuerzahler. Die Aussichten für Portugal seien auch nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) düster. Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa gebe es keine Entspannung.

Lucke forderte, dass die südeuropäischen Staaten aus dem Euro ausscheiden. Im verbleibenden Euro-Gebiet müsse strikt vereinbart werden, dass es keine Haftung für die Schulden anderer Staaten geben darf. Wenn eine entsprechende Vertragsveränderung nicht durchzusetzen sei, sollte Deutschland zur D-Mark zurückkehren.

Der nächste Wahlkampf kommt

Für den Fall, dass es bei der Bundestagswahl für die Newcomer nicht reichen sollte, will Lucke das Projekt keineswegs aufgeben. "Auch wenn wir den Einzug in den Bundestag verfehlen sollten, werden wir bei der Europawahl 2014 wieder antreten. Unser zentrales Thema, die Kritik am Euro und an der Vergemeinschaftung der Schulden, ist ja ein sehr stark europäisches Thema." Nach der Bundestagswahl, so Lucke, werde seine Partei unmittelbar in den nächsten Wahlkampf übergehen.

Dem Vorwurf, die AfD sei offen für Rechtspopulisten, entgegnete Lucke: "Wir haben uns ganz klar nach rechts abgegrenzt, wir haben uns eindeutig von Ausländerfeindlichkeit distanziert. Die anderen Parteien versuchen, uns mit dem Vorwurf des Rechtspopulismus zu schaden, weil sie die inhaltliche Auseinandersetzung scheuen."

 

Quelle: n-tv.de

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