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Bernd Lucke kandidiert für die Europawahl. Ein Platz im Bundestag wäre ihm derzeit auch sicher.
Bernd Lucke kandidiert für die Europawahl. Ein Platz im Bundestag wäre ihm derzeit auch sicher.(Foto: imago/Horst Galuschka)

SPD bleibt auf Tiefstand: AfD so stark wie lange nicht mehr

Wenn am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt würde, hätten CDU und CSU die Wahl: Mit jeder der anderen Bundestagsparteien könnten sie eine Regierung bilden. Die FDP würde nicht dazugehören, die AfD schon.

Zwei Parteien schwanken in den Umfragen derzeit um die Fünf-Prozent-Hürde, die für einen Einzug in den Bundestag notwendig ist. In der vergangenen Woche standen AfD und FDP genau auf dieser Marke. Die AfD legt in der aktuellen Woche einen Punkt zu und steht damit bei 6 Prozent. Vor fünf Monaten war die AfD zuletzt so stark. Die FDP dagegen verlor einen Punkt und findet sich im "Stern-RTL-Wahltrend" von Forsa bei der Marke von 4 Prozent wieder.

Die SPD bleibt mit ihrem Wert konstant - was für die Partei eine schlechte Nachricht ist. In der Vorwoche war sie um zwei Punkte auf den Tiefstand von 22 Prozent abgerutscht und verharrt dort nun. Auch der klassische Bündnispartner, die Grünen, bleibt bei seinem Wert von 10 Prozent. Das ist immerhin anderthalb Punkte besser als bei der Wahl im September. Die Linkspartei legte einen Punkt zu und steht nun bei starken 11 Prozent.

CDU und CSU verlieren einen Punkt und stehen wieder bei 40 Prozent. Einen Koalitionspartner könnten sich die Unionsparteien unter SPD und Grünen aussuchen. Rechnerisch möglich wäre sogar ein Bündnis mit der AfD: Da die FDP nicht im Bundestag vertreten wäre, entfielen ganze 11 Prozent der Stimmen auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Damit reichten die 46 Prozent von Union und AfD für eine Regierungsbildung aus.

In der Kanzlerfrage verlor Sigmar Gabriel einen Punkt. Nur noch 15 Prozent würden sich bei einer Direktwahl für ihn entscheiden. Angela Merkel erzielt eine Zustimmung von 56 statt zuvor 55 Prozent.

Die Wirtschaftserwartungen haben sich indes um einige Prozentpunkte verbessert: Statt 23 rechnen nun 24 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung, und statt 34 rechnen nur noch 32 Prozent mit einer Verschlechterung der Verhältnisse.

Quelle: n-tv.de

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