Politik
Stark im Osten: Die AfD
Stark im Osten: Die AfD(Foto: dpa)

Grüne in Baden-Württemberg vor CDU: AfD überholt SPD in Sachsen-Anhalt

Im März werden in drei Bundesländern die Regierungen neu gewählt - und einer neuen Umfrage zufolge verlieren Union und SPD überall. In Baden-Württemberg profitieren die Grünen, in Sachsen-Anhalt zieht die AfD an der SPD vorbei.

Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die rechtspopulistische AfD einer Insa-Umfrage zufolge erstmals die SPD überholt. In der Erhebung für die "Bild"-Zeitung kommt die AfD auf 17 Prozent. Das ist ein Punkt mehr als die SPD mit 16 Prozent erreichen würde, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre.

Stärkste Partei bliebe die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff mit 30 Prozent. Auf Platz zwei folgt die Linkspartei mit 21 Prozent. Die Grünen kommen der Umfrage zufolge auf fünf Prozent, die FDP auf vier Prozent. In Sachsen-Anhalt wird am 13. März ein neuer Landtag gewählt. Auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz finden an diesem Tag Landtagswahlen statt.

Kretschmann in hoher Gunst

In allen drei Bundesländern rutschen CDU und SPD den Meinungsforschern zufolge in der Wählergunst weiter ab. In Baden-Württemberg liegen die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann der Insa-Umfrage zufolge mit 30,5 Prozent erstmals knapp vor der CDU (30 Prozent). Die SPD, mit der Kretschmann regiert, erreicht 16 Prozent. Die AfD kommt auf zehn, die FDP auf sieben Prozent. Die Linkspartei hätte mit drei Prozent keine Chance auf einen Einzug in den baden-württembergischen Landtag.

In Rheinland-Pfalz schrumpft der Vorsprung der CDU auf die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer laut Insa-Erhebung. Die CDU erreicht 35 Prozent, zwei Punkte mehr als die SPD. Die Grünen, die derzeit mit der SPD regieren, liegen mit neun Prozent knapp vor der AfD (8,5 Prozent). Die Liberalen hätten mit sieben Prozent Chancen auf einen Einzug in den Landtag in Mainz. Der Linkspartei dagegen würde dies mit vier Prozent nicht gelingen.

Die Meinungsforscher des Instituts Insa befragten für die repräsentativen Erhebungen am 19. und 20. Februar in den drei Bundesländern jeweils rund 1000 Wahlberechtigte. In allen drei Ländern ist demnach jeweils mehr als ein Drittel der Wähler noch unentschlossen.

Quelle: n-tv.de

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