Politik
Mittwoch, 12. August 2009

Burundi ratifiziert: Afrika ist atomwaffenfreie Zone

Die Flagge der Afrikanischen Union.
Die Flagge der Afrikanischen Union.

Afrika ist offiziell atomwaffenfreie Zone. Wie das südafrikanische Institut für Sicherheitsstudien erklärte, ist ein entsprechender Vertrag in Kraft getreten, nachdem Burundi als 28. Staat seine Ratifizierungsurkunde übergeben hat. Es war gemeinsam mit mehreren anderen internationalen Einrichtungen am Zustandekommen des sogenannten Abkommens von Pelindaba beteiligt.

Das nach Südafrikas früherer Atomwaffenschmiede benannte Abkommen verbietet die Entwicklung, Produktion, Tests, den Erwerb oder die Stationierung von Atomwaffen auf dem afrikanischen Kontinent sowie den ihn umgebenden Inseln.

Zugleich sprachen sich die Unterzeichnerländer des bereits vor 13 Jahren beschlossenen Vertragswerks für die friedliche Nutzung der Atomenergie aus. Das Institut erklärte dazu: "Das Inkrafttreten des Abkommens von Pelindaba wird direkte Auswirkungen auf die künftigen Atomenergie-Entwicklungen der afrikanischen Länder haben; Südafrika, Nigeria, Sudan, Ägypten, Kenia und Uganda haben neben anderen bereits öffentlich Interesse an der Atomenergie als Mittel zur Lösung ihrer Energieengpässe und Möglichkeit zur Begrenzung des Klimawandels bekundet."

Die noch verbleibenden 24 afrikanischen Staaten, die das Vertragswerk zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert haben, werden in der Erklärung umgehend dazu aufgerufen. Zudem wird an Russland und die USA appelliert, eine Selbstverpflichtung zu ratifizieren, die die Respektierung dieser atomwaffenfreien Zone vorschreibt. Die Atomwaffen-Staaten China, Frankreich und Großbritannien haben dies bereits getan. Auf dem Kontinent hatte bisher nur Südafrika zu Apartheidzeiten erfolgreich einsatzfähige Atombomben produziert, sie aber vor der demokratischen Wende am Kap freiwillig unter internationaler Aufsicht zerstört.

Quelle: n-tv.de

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