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Die Besetzer weisen auf Probleme in Flüchtlingslagern in Calais hin.
Die Besetzer weisen auf Probleme in Flüchtlingslagern in Calais hin.(Foto: dpa)

Protestaktion in Düsseldorf: Aktivisten besetzen Grünen-Büro

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Weil sie auf die Zustände in französischen Flüchtlingslagern aufmerksam machen wollen, haben Aktivisten in Düsseldorf die Geschäftsstelle der NRW-Grünen und das französische Konsulat besetzt. Die Polizei löste beide Aktionen auf.

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Rund 50 Flüchtlingsaktivisten haben in Düsseldorf über Stunden Räume der Grünen-Landesgeschäftsstelle und des französischen Generalkonsulats besetzt gehalten. Beide Aktionen wurden von der Polizei beendet.

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Die Aktion richtete sich nach Angaben der Protestgruppe No Border Camps gegen den ihrer Meinung nach verdächtigen Tod dreier Einwanderer in den vergangenen sieben Monaten in einem Flüchtlingszentrum im nordfranzösischen Calais. Die französische Polizei behaupte, es habe sich um Selbstmorde gehandelt. Die Umstände sprächen jedoch gegen diese Behauptung, teilte die Gruppe mit. Die Polizei habe illegale Einwanderer und Asylbewerber "über Jahre hinweg belästigt", und die Todesfälle seien der "Höhepunkt dieser rassistischen Maschinerie".

Die Polizei löste beide Besetzungen auf.
Die Polizei löste beide Besetzungen auf.(Foto: dpa)

Den Aktivisten zufolge "verschlimmerten" sich die "Belästigungen" gegen Einwanderer zuletzt, seit die Stadt Calais angesichts der im nahegelegenen England bevorstehenden Olympischen Spiele angekündigt habe, Calais zur "migrantenfreien Zone" machen zu wollen. Der Protest in Düsseldorf erfolge aus "Solidarität" mit den Betroffenen.

Grüne sprachen mit den Aktivisten

Zunächst drangen die Aktivisten in das französische Generalkonsulat im Düsseldorfer Stadtzentrum ein. Die Polizei beendete diese Besetzung nach vier Stunden. Gegen die elf Demonstranten wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.

Später gelangten etwa 40 Mitglieder einer Gruppe aus Köln in die Geschäftsstelle der nordrhein-westfälischen Grünen und hängten Protestbanner aus Fenstern. Die Polizei hielt sich zunächst zurück, weil es Gespräche zwischen den Aktivisten und Vertretern der Grünen gab. Fast der ganze Landesvorstand war dem Vernehmen nach allerdings im Urlaub. Mehr als sechs Stunden nach Beginn der Besetzung begann die Polizei dann am Abend mit der Räumung. Bis dahin waren die Aktivisten friedlich.

Am düsseldorfer Rheinufer protestieren derzeit Aktivisten mit einer mehrtägigen Mahnwache gegen die Lebensbedingungen von Flüchtlingen. Das Verwaltungsgericht hat ihnen untersagt, an dem Demonstrationsort auch zu schlafen.

Quelle: n-tv.de

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