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Ein Holzpflock steht in Borken zur Geländevermessung auf einem Feld. Damit werden Probebohrungen nach Erdgasvorkommen vorgenommen.
Ein Holzpflock steht in Borken zur Geländevermessung auf einem Feld. Damit werden Probebohrungen nach Erdgasvorkommen vorgenommen.(Foto: dapd)

Folgen nicht eindeutig abschätzbar: Albig lehnt Fracking rigoros ab

Beim Fracking werden Gesteinsschichten durch ein Wasser-Chemie-Gemisch aufgebrochen. In den USA hat die umstrittene Methode der Erdgas-Gewinnung bereits einen Boom ausgelöst. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig lehnt sie jedoch ab. Er traut auch nicht dem Wort des Umweltministers.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat breiten Widerstand der Länder gegen die Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten angekündigt. Beim sogenannten Fracking verlasse er sich nicht auf die Ankündigung von Bundesumweltminister Peter Altmaier von der CDU, diese Methode der Gasgewinnung zwar nicht zu verbieten, aber sehr schwer zu machen, sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Albig sagte, solange nicht zweifelsfrei geklärt sei, dass Fracking keine Gefahr für das Grundwasser und damit für die Menschen mit sich bringe, werde er keine Zustimmung geben. Kritiker fürchten durch den Chemikalieneinsatz eine Verseuchung des Grundwassers. Altmaier hatte gesagt, von einem Fracking-Boom wie in den USA könne auf absehbare Zeit keine Rede sein.

Albig betonte, wer Fracking wolle, habe nicht begriffen, was die Atomkatastrophe in Fukushima die Menschen gelehrt habe. "Wir sollten nicht noch einmal den Fehler machen, uns in eine Technologie zu begeben, deren Folgen wir nicht eindeutig abschätzen können."

Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und anderen Ländern eine Bundesratsinitiative zu Fracking gestartet. Die Technologie solle abgelehnt werden, solange die Risiken nicht geklärt sind. "Ich bin mir sicher, dass weitere Länder hinzukommen", betonte Albig. Beim Fracking wird mit einem Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck das Gestein aufgebrochen.

Quelle: n-tv.de

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