Politik
Männerfreundschaft: Putin (l.) und Schröder auf dem International Economic Forum in St.Petersburg im Juni diesen Jahres.
Männerfreundschaft: Putin (l.) und Schröder auf dem International Economic Forum in St.Petersburg im Juni diesen Jahres.(Foto: picture alliance / dpa)

Eine "historische Leistung" vollbracht: Altkanzler Schröder lobt Putin

Dass die beiden dicke Freunde sind, ist nicht neu. Auch nicht, dass Altkanzler Schröder den russischen Präsidenten Putin für einen "lupenreinen Demokraten" hält. Nun unterstreicht er dies: Putin habe Russland stabilisiert und damit eine "historische Leistung" vollbracht. Das sei auch im deutschen Interesse.

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Altkanzler Gerhard Schröder sieht Russland unter Präsident trotz aller westlicher Kritik auf dem Weg zur Demokratie. "Die führenden Leute wollen aus Russland ein Land machen, in dem Rechtsstaatlichkeit, Stabilität und Demokratie herrschen", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Die Aufgabe des Präsidenten habe zunächst darin bestanden, in dem Land wieder Stabilität herzustellen. "Das hat Wladimir Putin getan, und das ist seine historische Leistung", fügte Schröder hinzu. Er verwies darauf, dass dieser Prozess in Russland nicht einfach sei. "Das Land trägt an seiner geschichtlichen Bürde, hat ein riesiges Territorium, besteht aus rund hundert Völkern, kämpft gegen islamistischen Terror", sagte er.

Die Stabilität Russlands liege im europäischen Interesse. "Berlin liegt näher an der russischen als an der französischen Grenze", fügte er hinzu.

Zuletzt war Putin von westlichen Politikern und Menschenrechtsorganisationen unter anderem für die harten Urteile gegen die Mitglieder der Frauen-Punkband Pussy Riot in Straflager verlegt kritisiert worden.

Schröder ist seit dem Ende seiner Kanzlerschaft unter anderem Aufsichtsratschef der Nord Stream AG, die eine Erdgas-Pipeline von Russland nach Deutschland betreibt und zu 51 Prozent dem russischen Staatskonzern Gazprom gehört. Schröder hatte Putin einst als "lupenreinen Demokraten" bezeichnet und war dafür heftig kritisiert worden.

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Quelle: n-tv.de

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