Politik
Fracking wird andernorts schon genutzt, hier etwa nahe der Stadt Dawson Creek in Kanada.
Fracking wird andernorts schon genutzt, hier etwa nahe der Stadt Dawson Creek in Kanada.(Foto: picture alliance / dpa)

Umstrittene Gasgewinnung: Altmaier findet Fracking unsicher

Ein Machtwort des Ministers könnte die Diskussion um die umstrittene Gewinnung wertvoller Gasvorkommen beenden. Die Fracking-Technologie ist laut Peter Altmaier zu neu, die Gefahren für Mensch und Natur kaum kalkulierbar. Erst in fünf oder gar 15 Jahren sei die Zeit reif.

Altmaier sieht derzeit keinen Spielraum für Fracking, nicht einmal einen Kleinen.
Altmaier sieht derzeit keinen Spielraum für Fracking, nicht einmal einen Kleinen.(Foto: REUTERS)

Bundesumweltminister Peter Altmaier tritt in der Diskussion um die umstrittene unterirdische Gasförderung auf die Bremse: Der CDU-Politiker sieht derzeit keine Chance für das sogenannte Fracking in Deutschland. Er sagte der "Nordwest-Zeitung": "Wir können die Umweltgefahren nicht zuverlässig einschätzen und abschätzen. Ich halte eine solche Technologie erst dann für vertretbar, wenn Schäden für Mensch, Tier und Umwelt ausgeschlossen sind. Soweit sind wir noch nicht."

Beim Fracking wird mit hohem Druck unter Einsatz von Wasser, Sand und Chemikalien das Gestein so aufgebrochen, dass Gas entweichen kann. Kritiker warnen, dass der Einsatz von gefährlichen Stoffen zu unvertretbaren und nicht beherrschbaren Risiken für die Umwelt führt. In Deutschland wird über das Verfahren seit Monaten diskutiert. Gesetzespläne der schwarz-gelben Regierung zur Neuregelung der Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten scheiterten Anfang Juni.

Das Gas wird ja nicht schlecht

Altmaier sprach sich aber nicht für alle Zeiten gegen das Fracking aus. Er betonte, man habe derzeit "eine Art informelles Moratorium. Und ich bin überzeugt, dass es richtig ist, dieses Moratorium so lange fortzusetzen, bis wir eine endgültige Klärung der offenen Sicherheitsfragen haben."

Das Schiefergas liege seit Millionen von Jahren in der Erde. Es sei ein großer Schatz, sagte Altmaier. Dieser Schatz werde nicht verderben oder schlecht werden, wenn er noch fünf, zehn oder 15 Jahre länger dort liege, bis sichere Abbaumethoden gefunden seien.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen