Nach Neonazi-Überfall auf StudentenAnti-Nazi-Demonstration in Berlin

An einem weitgehend friedlichen Protestmarsch gegen rechte in Gewalt in Berlin haben sich 6000 Menschen beteiligt. Das sind wesentlich mehr als die zuvor erhofften 500 Teilnehmer.
An einer antifaschistischen Demonstration in Berlin-Friedrichshain unter dem Motto "Gegen rechte Gewalt" haben sich nach Angaben der Veranstalter 6000 Menschen beteiligt. Ein Polizeisprecher sprach am späten Abend von 3900 Teilnehmern an dem Protestmarsch, der weitgehend friedlich verlaufen sei. Dennoch wurden sechs Demonstranten festgenommen. Die Polizei war mit fünf Hundertschaften im Einsatz.
Anlass für den Protest war der brutale Überfall von vier Neonazis auf einen 22-jährigen Studenten am vergangenen Sonntag, bei dem dieser lebensgefährlich verletzt wurde. Die Neonazis sitzen derzeit wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.
In der Nacht zum Mittwoch hatten Linksautonome als Reaktion auf den Überfall eine Disco angegriffen, die als Treffpunkt von Neonazis gilt. Von dem Lokal gingen nach Angaben antifaschistischer Gruppen bereits mehrfach rechtsradikale Überfälle und Schlägereien aus.